Höchste Ohrenfreuden

Große musikalische Könner gab es bereits im letzten Jahr bei den Fürstensaal Classix zu bewundern. Heuer steht Russland im musikalischen Fokus. Foto: Tröger

Auf nur wenige Namen reduziert, ist die äußerst hörenswerte Fülle der Kammermusik Russlands in hiesigen Konzertsälen weitgehend unentdeckt geblieben. Für die Organisatoren des Kammermusikfestivals „Fürstensaal Classix“ Grund genug, „Russland à la carte!“ vom heutigen Mittwoch, 15., bis kommenden Sonntag, 19. September, verpackt in fünf Konzertmenüs zu servieren. Karten für die Konzerte gibt es noch beim KREISBOTEN in der Salzstraße 30.

Wer das Verfeinern der musikalischen Rezepturen miterleben möchte, hat dazu in „Kochkursen“ vor und während der Konzerttage Gelegenheit. Eine feine Auswahl von Werken bekannter Komponisten, dazu erlesene Werke aus dem vernachlässigten Repertoire, versprechen jedenfalls höchste Ohrenfreuden. Denn auch wenn die einschlägigen Schöpfungen etwa von Peter Tschaikowskij oder Dmitri Schostakowitsch zu Recht zu den Höhepunkten musikalischen Schaffens zählen, verdunkeln sie doch eine hierzulande unbekannte Vielfalt, die Erlesenes offeriert. Eine Schar von über 20 Spitzenmusikern aus ganz Europa sorgt für hochrangigen Hörgenuss in den unterschiedlichsten Besetzungen. Mit seinem exzeptionellen Repertoire sowie der inzwischen weit über das Allgäu hinaus bekannten Qualität der Aufführungen, rückt „Fürstensaal Classix“ einmal mehr in den Fokus des Bayerischen Rundfunks: Drei der Konzerte werden mitgeschnitten und eines sogar deutschlandweit direkt übertragen. Die aktuellen Strömungen der russischen Kammermusik werden repräsentiert durch Elena Firsova, die als Composer-in-Residence auch ein Werk zur Uraufführung beisteuert. Ihre Tochter Alissa, selbst bereits erfolgreiche Komponistin, stellt in einem Prolog zum Konzert am Freitag neben Werken ihrer Mutter auch eigene Kompositionen vor sowie Werke ihres Vaters, Dmitri Smirnov, der zu den herausragenden Komponisten des heutigen Russland zählt. Am kommenden Samstag, 18. September, um 18.30 Uhr können interessierte Zuhörer Elena Firsova im Gespräch mit der BR-Redakteurin Annika Täuschel erleben. Dabei wird aus der Sicht einer aktiv beteiligten Künstlerin das Musikschaffen im heutigen postsowjetischen Russland beleuchtet.

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