"Höchsten Respekt"

Knapp 300 junge Soldaten haben am Mittwochabend in Lauben gelobt, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen. Neben Veteranen, Reservisten und Politikern verfolgten zahlreiche Besucher aus ganz Deutschland die Zeremonie auf dem Sportplatz.

Die Vereidigten traten am 1. Juli ihren Grundwehrdienst an. Ein Teil von ihnen verrichtet diesen in Kempten beim Gebirgssanitätsregiment 42 „Allgäu“. Die anderen Rekruten sind Angehörige des Gebirgsaufklärungsbataillons 230 sowie des Gebirgslogistikbataillons in Füssen. „Sie sind die Ersten, deren Wehrdienst nur sechs Monate dauert“, sagte Dr. Christian Fürlinger, Kommandeur des Gebirgssanitätsregiments 42, in seiner Ansprache. Der Oberfeldarzt wies auch auf die derzeitige Diskussion über die Abschaffung der Wehrpflicht hin: „Es könnte sein, dass Sie zu den Letzten zählen, die ihren Grundwehrdienst absolvieren.“ Fürlinger zollte den Rekruten „höchsten Respekt für die Entscheidung, freiwillig Ihren Dienst in der Bundeswehr zu leisten.“ Dieselbe Meinung vertrat der Laubener Bürgermeister Berthold Ziegler: „Wir alle schulden den Menschen, die sich unter dem Einsatz ihres Lebens engagieren, die bestmögliche Unterstützung.“ Die Bundeswehr sei einer der Garanten der Demokratie. „Mit dem heutigen Gelöbnis bekennen Sie sich zum Rechtsstaat“, verdeutlichte Ziegler. Die Soldaten und Soldatinnen würden in den nächsten Monaten einige positive und negative Erfahrungen sammeln. Aber selbst negative Erfahrungen brächten letzten Endes einen positiven Aspekt mit sich. „Sie werden vieles lernen, was Sie im späteren Leben gebrauchen können. Und damit meine ich nicht in erster Linie das Marschieren in Reih’ und Glied“, betonte der Bürgermeister. Für Dr. Christian Fürlinger war das Gelöbnis die letzte Amtshandlung als Kommandeur des Gebirgssanitätsregiments. Am Freitag übernahm Dr. Frank Hengstermann diese Aufgabe (sie eigener Bericht auf Seite 2). Fürlinger wechselt zum Sanitätsführungskommando nach Koblenz, wo er als Dezernatsleiter für die Ausbildung arbeiten wird. Er werde das Allgäu vermissen, sagte Fürlinger gegenüber dem KREISBOTEN.

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