Hoffen auf Berlin

Insgesamt 1,7 Millionen Euro hat die Stadtverwaltung zwischen 2001 und 2007 bereits in die Sanierung des Carl-vonLinde-Gymnasium gesteckt. Heuer werden mindestens weitere 75000 Euro folgen, wie Schulamtsleiter Roland Schulze am Dienstag vergangener Woche im Schul- und Kulturausschuss durchblicken ließ. Denn zumindest die Lehrer des „Linde“ sollen noch in diesem Jahr neue Toiletten bekommen.

Nachdem bereits zwischen 2001 und 2007 einige bauliche Schwachstellen an der Lehreinrichtung beseitigt worden waren, soll nun heuer die Sanierung des altehrwürdigen Gymnasiums fortgesetzt werden. Wie Roland Schulze ankündigte, sollen in diesem Jahr mindestens noch die Lehrer-Toiletten erneuert und erweitert und ein kombiniertes Elternsprech- sowie Beratungslehrerzimmer im Direktoratsflur eingebaut werden. Die Gesamtkosten für beide Maßnahmen betragen 75000 Euro. Allerdings, so Schulze weiter, kommen angesichts des Konjunkturprogramms möglicherweise sogar noch für dieses Jahr einige energetische Sanierungen in Betracht, jedenfalls aber mittelfristig. Dazu gehörten eine Wärmedämm-Verbundsystem, eine Erneuerung der Dacheindeckungen am Südtrakt und der Sporthalle, eine Generalsanierung der Sporthalle sowie eine Erneuerung der Be- und Entlüftung der Klassenzimmer. „Die konkreten bautechnischen Möglichkeiten sowie insbesondere die Finanzierungsbeteiligung des Bundes sind noch abzuklären“, warnte Schulze allerdings vor zu hohen Erwartungen. Erschwert werde die Situation durch die vorhandene Raumnot, insbesondere im Naturwissenschaftlichen Bereich. „Für die Fächer Biologie und Natur und Technik sind keine eigenen Räumlichkeiten vorhanden“, schilderte Schulze die Situation. Außerdem gebe es für 713 Schüler gerade einmal einen Informatik-Raum. „Ein zusätzlicher Raumbedarf ist insgesamt also anzuerkennen“, so Schulze weiter. Für welche Fächer aber es neue Räume geben wird, werde derzeit mit den zuständigen Beauftragten der Regierung von Schwaben abgeklärt. Denkbar wäre beispielsweise, dass der Südtrakt für die neuen Zimmer aufgestockt wird. Möglich wäre aber auch ein ebenerdiger Ausbau an der Westseite des Südtraktes. Alternative drei sei, „vorbehaltlich der schulaufsichtlichen Genehmigung der Nutzungsänderung die Umgestaltung von Klassenzimmern, die sich im Erdgeschoss oder ersten Obergeschoss an den naturwissenschaftlichen Fachtrakt anschließen.“ Das sei nicht nur die billigste Variante, sondern auch die am einfachsten umsetzbare, da durch die Einführung des „G8“ Klassenzimmer künftig als solche nicht mehr genutzt werden müssten, erklärte Schulze.

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