Wegen Geldnot erhöht der Tierschutzverein die Beiträge

Tierschutz wird teurer

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Unser Foto zeigt nur einige helfende Hände des vom Tierschutzvereins betriebenen Tierheims:. Helfer Bernhard Hauptmann (v.l.), Tierpflegerin Kerstin Kraus, Azubi Elena Klein und Tierpflegerin Melanie Weise. Dazu gesellt sich noch der griechische Hirtenhund Simon.

Kempten – „Man kann den Fortschritt und den moralischen Wert einer Gesellschaft daran messen, wie sie mit ihren Tieren umgeht”, sprach einst der große Pazifist Mahatma Gandhi. Bezieht man sein Zitat auf die Region, steht Kempten recht gut da.

Seit vielen Jahren gibt es den Tierschutzverein Kempten, der seit 30 Jahren ein Tierheim im Gewerbegebiet Ursulasried unterhält. Jetzt versammelte sich im Lokal „Schmelztiegel” nun der Vorstand nebst Mitgliedern, um die alljährliche Jahreshauptversammlung abzuhalten. Der Verein hat sich auf die Fahne geschrieben, den Tierschutzgedanken zu verbreitern und zu fördern, Verständnis für das Wesen der Tiere zu wecken und Tierquälerei oder Tiermisshandlungen zu verhüten. 

 In ihrer Begrüßungsrede hob Bürgermeisterin Sibylle Knott (FW) auf die hohe Verantwortungsbereitschaft von Tierhaltern ab: „Tierhalter zeigen eine hohe Bereitschaft sich in die Gesellschaft einzubinden, ein Phänomen, dass wir leider bei vielen Bürgern so nicht mehr erkennen können.” Auf die Begrüßungsreden folgte der Tätigkeits- und Kassenbericht durch den stellvertretenen Vorsitzenden Albrecht Irimia. Derzeit hat der Tierschutzverein 777 eingetragene Mitglieder, 38 sind im Jahr 2012 dazugekommen, 34 traten aus. Insgesamt wurden im Jahr 2012 980 Tiere im Tierheim aufgenommen. Darunter hauptsächlich Katzen und Hunde. Aber auch Kaninchen, Schildkröten, Ratten, Marder und Exoten wie Reptilien und Spinnen, fanden in Ursulasried eine neue, wenn auch häufig nur vorübergehende, Heimstatt. 

In diesem Zusammenhang verwies Irimia auch auf die dringende Empfehlung des Tierheims an die Bauern der Region, ihre Katzen kastrieren zu lassen. Beim Kassenbericht 2012 musste Irimia ein Defizit des Tierheims von fast 16 000 Euro verkünden. Das Tierheim erhält zwar einen Zuschuss von rund 60 000 Euro durch die Stadt, finanziert sich ansonsten durch Mitgliedsbeiträge und Spenden der lokalen Tierliebhaber. Auch durch die Vermietung der Betriebswohnung in Ursulasried und der Katzenpension können Gelder erwirtschaftet werden. 

Eine der größten Einnahmequellen ist aber das jährlich stattfindende Tierheim-Fest, bei dem 2012 ein Umsatz von rund 10 000 Euro erzielt wurde. Dem gegenüber stehen allerdings Ausgaben für Personal, Strom, Reinigung, Tierarztkosten, Fahrzeugunterhalt, Medikamente und Futterkosten. Vor diesem Hintergrund plädierten die anwesenden Vereinsmitglieder einstimmig für eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrages von jährlich 20 auf 25 Euro.

Jörg Spielberg

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