Das hohe Lied des Ehrenamts

Die Sankt Manger Initiativen, Vereine und Gemeinden geben zusammen mit der Berliner Stiftung „Bürger für Bürger“ „Impulse für die Bürgergesellschaft“. Beim Präsentationstag der Aussteller in der Stadtteilbücherei St.-Mang im Rotschlössle vergangenen Samstag besichtigte Bürgermeisterin Sibylle Knott (FW) die Ausstellung.

Noch bis kommenden Freitag, 20. November, präsentiert das Stadtteilbüro St.-Mang in Zusammenarbeit mit der Stadt die Ausstellung der Stiftung „Bürger für Bürger“. Auf zwölf Schautafeln werden mehr als 250 Fotos von gemeinwohlorientierten Arbeiten gezeigt – ein Überblick über die Vielfalt der Möglichkeiten von Sport- über Kultur-, Jugend-, Frauen- und Seniorenarbeit, Rettungswesen, Umwelt- und Tierschutz, stellvertretend für 23 Millionen Aktive in Deutschland. Die Stiftung wirbt damit für ehrenamtliches Engagement. Die Ausstellung soll weitere Interessenten für einen Einsatz gewinnen und bereits Engagierten Anerkennung und Dank für ihre Leistung aussprechen. Außerdem soll ein stärkeres Bewusstsein für die Bedeutung des bürgerschaftlichen Engagements erzielt werden. Der lokale Bezug zum Stadtteil St.-Mang wird durch verschiedene Vertreter von ortsansässigen Vereinen und Initiativen im Stadtteil hergestellt. So kann die Bedeutung des bürgerschaftlichen Einsatzes an konkreten Beispielen verdeutlicht werden. Unter den 15 Ausstellern befanden sich neben der Feuerwehr, der AWO und dem Mehr Generationen Haus auch das Unternehmen BSG Allgäu. Doch laut Oliver Stiller, Leiter des Stadtteilbüros Sankt Mang, gebe es durchaus auch Unternehmen, die sich ehrenamtlich engagieren. Die BSG half beispielsweise beim Aufbau des Miniladens im Oberösch. Auch die Wahl der Stadtteilbücherei als Ausstellungsort hat seinen Hintergrund. „Wir versuchen so, die Bücherei als kulturelles Zentrum zu etablieren“, so Stiller. Schließlich sei die Bücherei ein sehr schöner Ort in St.-Mang. Das liegt unter anderem an dem Gebäude, in dem sie sich seit 1990 befindet – ein ehemaliges „Patrizier-Wochenendschloss“. Stiller wies auf die tolle Kombination von Stiftung und Ausstellern hin: „Die Stiftung gibt den Impuls, dass die Stadtteile was machen, während die Vereine unabhängig von der Stiftung mehr in den Mittelpunkt gerückt werden sollen.“ Viele wüssten nicht, dass „zigtausende Euro“ des wirtschaftlichen Ertrags durch Ehrenämter entstehen. Und die positiven Auswirkungen eines Ehrenamts auf das eigene Leben sollten auch nicht vergessen werden: man kann Kontakte knüpfen, neue Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben und vieles mehr. Die Ausstellung verrät, dass eine US-Studie sogar ergab, ehrenamtlich Aktive würden länger leben...

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