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Für den Übergang gerüstet

Hospizverein weiht neue Räumlichkeiten in der Wartenseestraße ein

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Nach dem offiziellen Teil der Einweihung der neuen Räume war Zeit für Gespräche wie hier zwischen Prof. Dr. Volker Hiemeyer (Geschäftsführer AllgäuHospiz) und Josef Mayr (Vorsitzender Hospizverein).

Kempten – Vom alten AllgäuHospiz in der Madlener Straße ist nicht mehr viel übrig. Die Abrissbagger haben bereits ganze Arbeit geleistet. Bis der Neubau steht, mussten daher Übergangsdomizile sowohl für das stationäre Hospiz als auch für den Hospizverein Kempten-Oberallgäu gefunden werden. Das Hospiz hat bekannterweise im Margaretha- und Josephinen-Stift Platz gefunden, der Hospizverein ist für die Übergangszeit in der Wartenseestraße 3 (ehemals Köselsche Buchhandlung) gegenüber des Kornhauses zu finden. Am Donnerstagnachmittag wurden die Räume im Rahmen einer kleinen Feier offiziell eingeweiht.

Der Hospizverein habe „Glück mit den neuen Räumen“, meinte Vorsitzender Josef Mayr. Denn sie erfüllen alle wichtigen Funktionen: Sie sind zentrumsnah, barrierefrei und es gibt Räume für vertrauliche Gespräche. Neben dem Umzug des stationären Hospiz sei auch der Umzug des Vereins „sehr gut gelaufen“, was vor allem den vielen ehrenamtlichen Helfern zu verdanken sei, wodurch sich die Kosten sehr in Grenzen gehalten hätten. So wurden beispielsweise die Malerarbeiten und der Umzug komplett in ehrenamtlicher Arbeit geleistet.

Weshalb der Neubau des AllgäuHospizes nötig ist, verdeutlichte Mayr anhand einiger Zahlen. „Das Hospiz war an der Grenze der Auslastung und die Wartelisten wurden immer länger. 2015 konnten 39 Personen nicht aufgenommen werden, 2016 113 und 2017 118. Deswegen sind wir in diese schwierige, aber wichtige Phase gegangen.“ Anfang Mai soll mit den Bauarbeiten begonnen werden und „wenn alles einigermaßen glatt läuft, gehen wir davon aus, dass das neue Hospiz nach 18 Monaten Bauzeit Ende 2019 fertig ist. Wen Gott auf steinige Wege schickt, dem gibt er auch ein kräftiges Schuhwerk mit“, schloss Mayr.

Die beiden Hospizverein-Mitarbeiter Mandy Rueß und Peter Reichle – insgesamt sind im Verein (720 Mitglieder) neben der Vorstandschaft sechs Mitarbeiter und 121 ehrenamtliche Hospizbegleiter aktiv – berichteten kurz über die Arbeit des Vereins. Der Hospizdienst werde getragen vom Fundament des Ehrenamts und die 121 Hospizbegleiter gelte es zu leiten und zu schulen. Außerdem kümmert sich der Verein um die Palliativberatung und ist auch ambulant aktiv (z.B. Fahrten zu betroffenen Familien). Neben der ehrenamtlichen Sterbebegleitung kümmern sich die Mitarbeiter auch um die Trauerbegleitung. Dieser Fachbereich sei in den letzten Jahren enorm gewachsen, erläuterte Rueß.

Nach dem offiziellen Teil, den Vorstandsmitglied Dr. Barbara Zagoricnik-Wagner mit einem Gebet beendete, war noch Zeit für Gespräche und die Besichtigung der neuen Räumlichkeiten.

Melanie Weidle

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