"Ich bin immer noch verliebt"

60 Jahre liegen zwischen beiden Aufnahmen – manches hat sich verändert, die Liebe füreinander aber ist geblieben. Wilhelm und Stilla Helmensdorfer feierten am Montag im Kreise der Familie ihre Diamantene Hochzeit. Foto: Spielberg

Wenn Wilhelm Helmensdorfer von seiner größten Leidenschaft, dem Angeln, erzählt, tritt Glanz in die Augen des 83-Jährigen und er erzählt, dass ihm im Laufe der vielen Jahre so schnell kein Fisch vom Haken gegangen ist. Seine schönste und wertvollste „Beute“, die er jemals machte, war jedoch seine Frau Stilla. Im Februar des 1952 heirateten die beiden nach nur einer kurzen Zeit des Kennenlernens. Am Montag feierte das Ehepaar im Beisein von Bürgermeister Josef Mayr (CSU) seine Diamantene Hochzeit.

60 Jahre sind die beiden nun verheiratet und haben zusammen die Höhen genossen und die Tiefen gemeinsam durchgestanden. Mit einem verschmitzten Augenzwinkern beteuert Wilhelm Helmensdorfer: „Ich bin immer noch verliebt in meine Frau.“ Das mag man gerne glauben, wenn beide zusammen auf dem Sofa ihrer Wohnung im Stiftallmey sitzen, in der sie seit 40 Jahren glücklich zusammenleben, und von den vielen Erlebnissen aus ihrem Ehebund erzählen. Wilhelm Helmensdorfer ist gebürtiger Kemptener, Stilla Bregler verschlug es Anfang der 50er Jahre aus Oberbayern nach Kempten, sie betreute damals in einem Kemptener Haushalt zwei kleine Kinder. Das war auch der Ort, an dem sie ihren späteren Ehemann kennenlernte. Beide entschieden sich früh zu heiraten, spürten, dass sie füreinander „bestimmt“ waren und gestalteten fortan gemeinsam ihr weiteres Leben. Wilhelm Helmensdorfer arbeitete zunächst als Schlosser, schulte dann aber um auf technischer Zeichner und fand eine Anstellung beim Kemptener Straßenbauamt, die er 22 Jahre innehielt. Stilla Helmensdorfer kümmerte sich derweil um die beiden Töchter und den Haushalt. Sie hielt ihrem Mann für dessen berufliches Weiterkommen den Rücken frei. Heute sind beide noch in der glücklichen Lage, dass sie ihren Lebensabend in relativ intakter Gesundheit genießen können. Wilhelm Helmensdorfer geht nach wie vor zum Schwimmen ins „Stadtbad“ und beide gemeinsam setzen sich jedes Frühjahr in einen Bus nach Buchenberg, von wo aus sie die Strecke zu Fuß nach Kempten zurücklaufen und sich an der herrlichen Natur erfreuen. Wilhelm und Stilla Helmensdorfer haben sich in ihrem Leben stets bescheidene, erreichbare Ziele gesteckt und zusammen mit dem familiären Halt mit Enkeln und Urenkel, ist dies wohl das Geheimnis ihrer langen Ehe.

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