Idee für die Zukunft

Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung zog der Vorsitzende des Kempodium-Vereins, Ethelbert Babl, eine positive Bilanz der Arbeit im Kempodium für das abgelaufene Jahr. Sehr umfangreich, so Babl, seien mittlerweile die öffentlichen Leistungen, die das Kempodium für die Gesellschaft erbringe.

So beteiligten sich beispielsweise über 4000 Kinder und Jugendliche aus Kempten und dem Landkreis Oberallgäu an Schulprojekten, der offenen Kinderwerkstatt oder der Ferienbetreuung. 60 Schüler der Praxisklassen der Kemptener Robert-Schuman-Schule und der Hauptschule Durach nutzten über mehrere Wochen die Kempodium-Werkstätten. Gut die Hälfte der ju-gendlichen Nutzer stammt dabei aus dem Landkreis. Mit rund 2200 ehrenamtlich erbrachten Stunden engagierten sich über 40 Freiwillige bei verschiedenen Veranstaltungen, Märkten und Projekten. „Das Kempodium bietet derzeit Einkommensmöglichkeiten für 63 Menschen in Teil- und Vollzeit“, so Geschäftsführer Martin Slavicek in seinem Geschäftsbericht. Beispielsweise wurden in den letzten drei Jahren fünf ARGE-Helfer im Kaufhaus „Allerhand“ in Festanstellung übernommen. Über das Gebrauchtwarenkaufhaus Allerhand erfolgen derzeit 1000 Möbelabholungen auf Spendenbasis. Die gut erhaltenen Möbel erhalten eine zweite Chance und gehen wieder in den Nutzungskreislauf ein. Die Eigenfinanzierung der allgäuweit einmaligen Einrichtung liegt mittlerweile bei 80 Prozent. Damit steht das Kempodium im bundeweiten Vergleich ähnlicher sozialer Einrichtungen an der Spitze. Mit der Zukunft des Kempodiums setzte sich Vorstandsmitglied und Förderer des Kempodiums, Jens Mittelsten-Scheid, auseinander. Um eine langfristige Perspektive für diese Bürgereinrichtung zu erreichen, soll eine Kempodium-Stiftung errichtet werden, die als einzigen Zweck die Förderung des Kempodiums zur Aufgabe hat. Eine entsprechende Stiftung mache nach Aussage von Mittelsten-Scheid jedoch nur dann einen Sinn, wenn Stadt und Landkreis beteiligt sind. Erste Vorgespräche mit den Verantwortlichen wurden geführt. Mittelsten-Scheid zeigte sich angesichts der starken Verankerung des Kempodiums in der Region mit jährlich 50000 Besucher optimistisch, dass eine noch engere Zusammenarbeit mit Stadt und Landkreis zustande komme. Im Jahr 2010 feiert das Kempodium sein zehnjähriges Bestehen. Nach Aussage von Mittelsten-Scheid muss dann „die nachhaltige Finanzierung gesichert sein“.

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