Ideen für die Region

„Die größte Überraschung für mich war, wie offen und herzlich ich hier aufgenommen wurde gar nicht als Zugereiste. Und es gibt Tage, da fühle ich eine Vertrautheit, als wäre ich schon lange hier“, sagt Gwendolin Dettweiler, die seit vier Monaten für die LAG-Regionalentwicklung Westallgäu – Bayerischer Bodensee zuständig ist. Diese Nachfolgeorganisation von Impuls Westallgäu ist zuständig für die Entwicklung von Projekten, die durch Leader-Zuschüsse gefördert werden.

Das Gebiet reicht vom Bodensee bis zum Alpsee. Sitz und Geschäftsstelle der LAG ist in Lindenberg. Es gibt eine Bürogemeinschaft der LAG mit der Wirtschaftsleitstelle WEST im Gebäude der ehemaligen Druckerei Schwarz. Für Gwendolin Dettweiler war es zwar einerseits ein Gefühl der Vertrautheit, andererseits wusste sie manchmal nicht mehr, wo ihr der Kopf steht. So viel Neues strömte auf sie ein, so viele Ideen wurden an sie herangetragen. Gleichzeitig waren bereits erste Projekte in die Förderung zu bringen. Schwerpunkte sind: Vielfalt erhalten, Nachhaltigkeit erzielen und landschaftsräumliche Grenzen überwinden.Vorrang haben Projekte, die Menschen selbst initiieren und in die Hand nehmen. „Wir sind offen für Ideen, auch wenn sie nicht im Konzept stehen. Hauptsache Ideen sind im Sinne der Region“, erklärt die Regionalmanagerin. Für ein erstes Projekt der LAG ist bereits vorzeitiger Maßnahmenbeginn bewilligt. Es ist die „Offene Werkstatt“ des Unternehmens Chance in Lindau. Unter Anleitung von Schreinern und anderen Handwerkern werden hier Möbel und Gegenstände repariert oder erstellt. Das Projekt soll Langzeitarbeitslose wieder an geregelte Arbeitszeiten gewöhnen, ferner Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz Perspektiven vermitteln. Zahlreiche Projekte Zwei Projekte sind realisierungsreif. Hier sind die Förderanträge bereits gestellt. Es ist das Projekt „Baumwipfelpfad“ in Scheidegg bei der Prinz-Regent-Luitpold-Kinderklinik. Initiiert von der Jugendfürsorge dient der Baumwipfelpfad therapeutischen Zwecken, wird aber auch gleichzeitig öffentlich zugänglich sein und eine touristische Attraktion darstellen. Das andere Projekt ist der aus bürgerschaftlichem Engagement erwachsene Erlebnisbauernhof „Haug zum Brückele“ in Lindau. Hier ist eine Mehrtagesbetreuung für Kindergruppen geplant, um in Kontakt mit Tieren und Garten zu kommen. Über drei Projektideen hat das Entscheidungsgremium der LAG Regionalentwicklung derzeit zu befinden: • Das Projekt „Neugebor(g)en“ wird initiiert vom Kinderschutzbund Lindenberg und Lindau. Es geht um eine unbürokratische Hilfe durch Familienhelferinnen für Eltern, denen Probleme mit Kleinkindern über den Kopf zu wachsen drohen. • Eine allgäuweite Börse für Streue als Ersatz für das Stroh, das im Preis erheblich angezogen hat. So soll Feuchtwiesenpflege sich wieder mehr lohnen. • Projekt Moorallianz mit Ausstellung und Film. Als weitere Ideen und mögliche Projekte sind im Gespräch: • Streuobstwanderwege im Gebiet zwischen Alpsee und Bodensee. • Allgäuweite Streuobstkartierung und Reisergarten für alte robuste, an landschaftliche Gegebenheiten angepasste Sorten. • Ausdehnung des Konzeptes Wasserwanderwege auf den östlichen Bodensee. • Verstärkung der Regionalvermarktung zum Beispiel Käse und Wein. cut

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