ILKA mit Erfolgen

Der neue Vorstand der ILKA: Werner Seyferth (v.l.), Vorsitzender Reinhold Faulhaber, Sonja Bierbaum mit dem Schwarzstorch als Vereinsmaskottchen und Gisela Wachter. Foto: Faulhaber

Nachdem der Tsunami zuerst Japan, dann die deutsche Politik durcheinander wirbelte, war es für die ILKA ein arbeitsreiches Jahr 2011, auf das Vorstand und Mitglieder jetzt zurück blickten. Vorsitzender Reinhold Faulhaber sprach davon, dass der Verein durchaus mit Erfolg versucht habe, überlegtes Handeln statt voreiliger Entschlüsse zu erreichen. So spreche Landrat Gebhard Kaiser (CSU) mittlerweile nur noch von 24 bis 28 neuen Windrädern im Oberallgäu.

Für den anliegenden Kemptener Wald hatte der Vorsitzender eine aus seiner Sicht ebenfalls gute Nachricht zu verkünden: Hier gebe es noch keine Bauanträge für Windkraftanlagen, berichtete er. Allerdings, so Vorstand Reinhold Faulhaber, sammle das AÜW bereits über eine Inhaberschuldverschreibung Geld für den Bau und habe bereits Gutachten in Auftrag gegen. In diesem Zusammenhang sprach sich der Vorsitzende der ILKA (Initiative Landschaftsschutz Kemptener Wald und Allgäu) dafür aus, dem Energiekonzept der Landesregierung zu folgen und das Geld in ertragreichere Offshore-Windparks anzulegen. Vor allem für zwei im Kemptener Wald brütende Schwarzstorch-Paare seien die Windkraftanlagen gefährlich. Froh zeigte sich der ILKA-Chef darüber, dass mittlerweile auch im Kürnacher Wald der Brutnachweis für die seltenen Vögel gelungen sei. 1000 Bussarde Auch Vereinsmitglieder aus dem Ostallgäu und dem württembergischen Allgäu beklagten in der Versammlung, dass die Allgäuer Landschaft durch Windkraftanlagen zunehmend ihr Gesicht verliere. Ein guter Teil der Bevölkerung sieht das offenbar ähnlich: Bei Unterschriftenaktionen konnten in Buchenberg 1100 sowie in Irsee und Friesenried jeweils 500 Unterschriften gegen eine weitere „Verspargelung” gesammelt werden, wie in der Versammlung berichtet wurde. Zum Ausklang des Treffens hielt der Naturfotograf und Ornithologe Robert Mayer einen Vortrag über die „Lebensgemeinschaft Wald” und ihre Gefährdung durch Windräder. Außerdem sei das Allgäu entlang der Alpen ein wichtiges Durchzugsgebiet für Zugvögel. Allein an einem Wochenende, so Mayer, habe er über der Elleghöhe am Grünten über 1000 Bussarde beobachtet. Daher sei er auch entsetzt über die Diskussion, dort Windräder aufzustellen.

Auch interessant

Meistgelesen

Feiern verbindet
Feiern verbindet
Bezirksmusikfest in Probstried
Bezirksmusikfest in Probstried
Babys der Woche im Klinikum Kempten
Babys der Woche im Klinikum Kempten
Schüler zeigen Einsatz
Schüler zeigen Einsatz

Kommentare