Immer auf der Spur geblieben

Der in Kempten gestohlene und in Oberfranken in einem Acker sicher gestellte A4. Gegen die Diebe hat die Staatsanwaltschaft Haftbefehl beantragt. Foto: Polizei Oberfranken

Bis nach Thüringen zog sich am Dienstag vergangener Woche eine Verfolgungsjagd hin, die in Kempten ihren Anfang genommen hatte. Am Ende konnten Polizeibeamte aus zwei Bundesländern fünf polnische Autodiebe fassen und drei in Kempten gestohlene Audis im Gesamtwert von fast 200 000 Euro sicherstellen. Ein ebenfalls gestohlener A8 im Wert von etwa 120 000 Euro wurde am Wochenende an einem abgelegenen Bahnübergang in Thüringen gefunden.

Fünf verhaftete Autodiebe, sechs demolierte Autos und ein hoher Sachschaden sind die Bilanz einer spektakulären Verfolgungsjagd über hunderte Autobahnkilometer quer durch zwei Bundesländer. Ins Rollen gebracht hatte die Jagd am Montagmorgen vergangener Woche ein Angestellter eines Kemptener Audi-Händlers, der den Diebstahl von vier zur Reparatur abgestellten Audis bei der Polizei meldete. Bei den gestohlenen Autos handelte es sich um einen A3, einen A4, einen A5 und einen A8 im Wert von etwa 120 000 Euro, die umgehend von der Polizei zur Fahndung ausgeschrieben wurden. Der Hilferuf der Kemptener Beamten erreichte offenbar auch die Kollegen in Bayreuth, denen am Dienstagmorgen auf der A9 zwischen Bayreuth und Schleiz ein Konvoi, bestehend aus zwei Audis mit OA-Kennzeichen und einem Ford mit polnischem, auffiel und sich deshalb auf dessen Fährte setzte. Nach einer Kollision mit einem Einsatzwagen konnte der 26-jährige Fahrer des A3 gestellt und nach heftigem Widerstand festgenommen werden. Kurz vor Hof gelang es schließlich, auch den Ford zu stoppen und seine beiden 33 Jahre alten Insassen zu verhaftet. Währenddessen versuchte der 20-jährige Fahrer des A4 den Fahndern abseits der Autobahn zu entkommen. Nach Verlassen der Autobahn bei Marktschorgast fuhr er sich allerdings in einem Acker fest und versteckte sich in einem Wald. Dort machten ihn die mehr als 30 Beamten schließlich im Unterholz ausfindig und nahmen ihn fest. Flucht zu Fuß Den gesuchten A5 entdeckten schließlich Bundespolizisten auf der A9 beim Selbitz und alarmierten die Kollegen aus Saale-Orla. Unterdessen verlies der Allgäuer Audi die A9 in Richtung Saalburg. In der Ortschaft Gräfenwarth verlor der 23-jährige Fahrer jedoch die Kontrolle über den Wagen und rammte zwei weitere Autos. Da der A5 nur noch Schrott war, flüchtete der Pole zunächst zu Fuß. Nach dem Hinweis eines Zeugen nahm ihn ein Beamter des Polizeipostens Bad Lobenstein jedoch auf dem Friedhof Gräfenwarth fest. Der A8 blieb zunächst verschwunden. Erst am Wochenende wurde er in Thüringen gefunden.

Auch interessant

Meistgelesen

Feiern verbindet
Feiern verbindet
Babys der Woche im Klinikum Kempten
Babys der Woche im Klinikum Kempten
Bezirksmusikfest in Probstried
Bezirksmusikfest in Probstried
Mit dem Kreisboten die besten Sommerferien aller Zeiten erleben
Mit dem Kreisboten die besten Sommerferien aller Zeiten erleben

Kommentare