Impuls für den Stadtteil

Schülerinnen und Schüler der Grundschule Kottern-Eich läuten zusammen mit OB Dr. Ulrich Netzer (hinten v.l.), Schulleiterin Ingrid Peukert, Architekt Martin Kopp, Peter Wiedemann (Hochbauamt) und Tobias Reimer (Firma Riebel) den Beginn der Arbeiten ein. Foto: Läufle

Mit einem Jahr Verspätung war es am vergangenen Freitag soweit: Der Spatenstich für die Erweiterung der Grundschule Kottern-Eich mit Mehrgenera- tionenhaus und Turnhalle konnte gesetzt werden. Im Rahmen des Projekts, das insgesamt 8,67 Millionen Euro schluckt, wird auch ein Allwetterplatz auf dem Dach der neuen Turnhalle errichtet und das bestehende Grundschulgebäude umfassend saniert.

Die Weichen für das Bauprojekt Volksschule Kottern-Eich seien bereits im Jahr 2008 gestellt worden, rief OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) in Erinnerung. „Wichtig war uns, dass neben einer zeitgemäßen Schulentwicklung auch die Stadtteilentwicklung St.-Mang einen neuen Impuls erhält.“ Das soll nun mit dem Mehrgenerationenhaus erreicht werden. Bereits im vergangenen Jahr waren die Baumaßnahmen ausgeschrieben, allerdings wurde damals – wohl aufgrund der konjunkturellen Situation – von keiner Firma ein Angebot abgegeben. Jetzt steht den Arbeiten aber nichts mehr im Wege. „Mit der umfassenden Sanierung des alten Schulgebäudes und der Erweiterung entsteht ein moderner Neubau, der den veränderten Ansprüchen an Bau und Pädagogik Rechnung trägt“, so Netzer. Der Sportunterricht, der seit Mai 1926 in der altehrwürdigen Sporthalle des TSV Kottern stattfindet, könne künftig in der neuen Turnhalle erfolgen. Eine großzügige Außensportanlage, die zum Teil auf dem Dach der Turnhalle gebaut wird, rundet das Komplettangebot ab. Die Neubauten sollen im September 2013 fertig sein, der Umbau des Bestandsgebäudes mit Außenanlagen bis September 2014. „Das Mehrgenerationenhaus soll als Kommunikationspunkt zwischen Jung und Alt vermitteln, die Integration von Ausländern und Aussiedlern fördern und Freizeitangebote für alle Altersgruppen bieten“, erläuterte Martin Kopp vom Architektenbüro f64 die Ziele des Projekts. „Durch Zusammenführen von Schule, Mehrgenerationenhaus und Sporthalle, von Mittagstisch in Verbindung mit Ganztagsklassen und Bürgertreff kann sich eine offene Nachbarschaftsschule entwickeln“, so Kopp. „Für das Projekt ist viel Geld vonnöten, dafür wurde mit Weitblick der Stadtsäckel ganz weit geöffnet“, freute sich Schulleiterin Ingrid Peukert. Die Gesamtkosten für das Vorhaben belaufen sich auf 8,67 Millionen Euro. Aus verschiedenen Töpfen wird das Projekt mit rund drei Millionen Euro gefördert. „Wenn unsere Baufirmen das Projekt mit gleich viel Elan wie die Kinder angehen, kann nichts schiefgehen“, blickte Architekt Kopp den Arbeiten zuversichtlich entgegen. Einige Schülerinnen und Schüler hatten die kleine Feierstunde zum Spatenstich tänzerisch und gesanglich umrahmt. Und die über 80 Jahre alte Elfriede Kottern persönlich, die von der zehnjährigen Lena gespielt wurde, stieß mit OB Netzer auf den Beginn der Baumaßnahmen an.

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