"Individuellem Bedarf gerecht werden"

Im Rahmen der Einweihungsfeier des Seniorenwohnen im Hoefelmayrpark erklärte Einrichtungsleiter Peter Ottlinger (v.l.) Bürgermeisterin Sybille Knott, BRK-Präsidentin Christa Prinzessin von Thurn und Taxis und Bernhard Hentschel, Geschäftsführer der Sozialservice-Gesellschaft des BRK, die Angebote der Einrichtung. Foto: Läufle

Es war keine leichte Zeit für Bewohner und Beschäftigte des Seniorenwohnen im Hoefelmayrpark. In den vergangenen dreieinhalb Jahren bestimmten Lärm, Staub und Umzüge den Alltag. Nun sind die Bau- und Sanierungsarbeiten aber abgeschlossen und so konnte am Freitag die Einweihung der Einrichtung gefeiert werden.

Es hat sich viel verändert im Seniorenwohnen im Hoefelmayrpark. Das Betreute Wohnen wurde komplett neu saniert. Außerdem ist ein Neubau, angrenzend an das Betreute Wohnen, entstanden, in dem sich die Wohnbereiche Pflege und Demenz befinden. „Ich freue mich, dass die Baumaßnahmen endlich abgeschlossen sind“, meinte Christa Prinzessin von Thurn und Taxis, Präsidentin des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), die extra zur Einweihungsfeier angereist war. Ihrer Meinung nach war die Renovierung des Gebäudes, das über 30 Jahre alt ist, dringend notwendig. „Das Haus hat eine lange Tradition und das Ziel war es so umzugestalten, dass es den heutigen Anforderungen entspricht“, erläuterte sie. In ihrer Rede ging sie auf das Thema „alt werden“ ein. Es sei ein viel diskutiertes Thema in unserer Gesellschaft. „Alt werden ist sehr sehr individuell.“ Am liebsten hätten es die Menschen, wenn sie bis ins hohe Alter immer gesund bleiben und irgendwann einfach einschlafen und nicht mehr aufwachen. Doch dieser Wunsch werde nicht allen Menschen erfüllt. „Unser Ziel ist es daher die Möglichkeiten anzubieten, die notwendig sind und dem individuellen Bedarf des Einzelnen gerecht werden.“ Das bedeute jedem Einzelnen Lebensqualität im Alter zu bieten, verdeutlichte die BRK-Präsidentin. Für die Geduld in der schwierigen Zeit der Bauphase dankte Prinzessin von Thurn und Taxis zudem den Bewohnern, den Mitarbeitern und Einrichtungsleiter Peter Ottlinger. „Er ist sei 24 Jahren die gute Seele dieses Hauses“, betonte sie. Einen Einblick in die gerade für die Bewohner harte Bauzeit gab Liselotte Christ, Vorsitzende des Bewohnerbeirates. Damit ihre Wohnungen renoviert werden konnten, mussten die Senioren in Übergangswohnungen ziehen. „Ich bin dann nach acht bis neun Wochen wieder in meine Wohnung zurück und es war alles neu und schön.“ Doch manche Bewohner mussten länger ausharren. Der Bau habe für ein halbes Jahr gestockt und für manche habe damit eine schwierige Zeit begonnen. „Die sind mit ihrer Sommergarderobe ausgezogen und dann wurde es Winter und sie mussten in zwischengelagerten Kartons nach ihrer Kleidung suchen“, stellte sie die Lage dar. Die Zeit, als Speisesaal und Küche renoviert wurden, sei ebenfalls hart gewesen. „Da wurde das Essen dann in die Wohnung geliefert und mal war es kalt, ein andermal angebrannt“, so Christ. Und alle Prügel habe Ottlinger abbekommen. „Er hat das mit Würde getragen.“ Als im Februar dann der neue Speisesaal eröffnet wurde, seien alle Bewohner froh gewesen. Seine Freude über die Einweihung zum Ausdruck brachte auch Bernhard Hentschel, Geschäftsführer der BRK-Sozialservice-Gesellschaft. Eine eigene Wohnung gehöre zu den Grundbedürfnissen des Menschen, sagte er und bedauerte, dass die Arbeiten etliche Unannehmlichkeiten verursacht haben. In den 164 Wohnungen sollen sich die Senioren getreu dem Motto des BRK-Seniorenwohnen „Zuhause in den besten Händen“ fühlen. Bereicherung für Kempten Mit dem symbolischen ersten Spatenstich am 19. November 2007 hätten die Arbeiten begonnen, blickte Bürgermeisterin Sybille Knott (FW) zurück. Durch die Arbeiten sei nun aber eine großzügige Anlage mit modernen Zimmern und Wohnungen entstanden. Mit dem Wohnbereich Demenz, in dem 24 Bewohner untergebracht sind, sei konzeptionell ein neuer Weg bestritten worden. „Das Seniorenwohnen im Hoefelmayrpark ist eine Bereicherung und ein positiver Standortfaktor für Kempten“, betonte sie. Den Kirchlichen Segen für die neu eingeweihte Einrichtung spendeten Pater Bruno (St. Anton) und Pfarrer Jens Cleve (Johanniskriche). „Die Kirche segnet die Einrichtung, weil die Sorge für alte Menschen eine wichtige Aufgabe der Gesellschaft ist“, so Pater Bruno.

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