Informationen eingeholt

Zusammen mit Bürgermeister Rainer Magenreuter (Mitte rechts) besichtigen einige Isnyer die Ulmer Innenstadt und sammeln neue Erkenntnisse. Foto: Schubert

Zu einer Informationsfahrt nach Ulm machten sich vor kurzem Bürgermeister Rainer Magenreuter, Verantwortliche der Stadt und einige Bürger auf. Gerade in Ulm gab es in den vergangenen Jahren sehr unterschiedliche Meinungen zur Entwicklung der Innenstadt rund um den Münsterplatz und auch dort wurde mit einer Bürgerbefragung Klarheit geschaffen. Diplomingenieur und Bürgermeister für Stadtentwicklung, Bau und Umwelt, Alexander Wetzig, hatte die Aufgabe übernommen, in einem ausführlichen Referat und zum Abschluss einer Blitzbegehung der Innenstadt die interessierten Isnyer auf den neuesten Stand zu bringen.

Auch in Ulm gingen die Wellen recht hoch, als Entscheidungen zum Entwurf für das moderne Zentrum auf dem Münsterplatz, der Neugestaltung der Stadtbücherei und der Herausnahme der vierspurigen Durchgangsstraße aus dem Stadtbild anstanden. Denn die Pläne wurden nicht unbedingt dem Empfinden vieler Bürger gerecht. Der Stadtrat war in großer Mehrheit für das Projekt und erst nach der Bürgerbefragung und dem dabei verfehlten Quorum hatten es die Räte wieder in der Hand, zukunftweisende Entscheidungen zu treffen. Jetzt ist das Stadtbild ein anderes geworden und im Nachhinein waren viele Bürger ebenfalls von der Richtigkeit der Planungen überzeugt. Alexander Wetzig machte noch einmal klar: „Weiterentwickeln heißt auch Bauen in einer historisch gewachsenen Stadt.“ Neidisch auf Zumthor Die Situation in Ulm ist allerdings nur bedingt mit Isny zu vergleichen. Rund 75 Prozent der historischen Altstadt waren im Krieg zerstört worden und das es bei dem Wiederaufbau auch zu Bausünden kam, ist leicht verständlich. Eine Tunnellösung im Innenstadtbereich zum Herausnehmen der „Stadtautobahn“ wurde vehement abgelehnt und wie sehr Ulm heute floriert, ist nicht von der Hand zu weisen. Eines hatte dem Baubürgermeister noch auf der Seele gelegen: „Ich hätte wirklich gerne mit Peter Zumthor zusammengearbeitet und bin ein wenig neidisch, dass dieser Architekt sich für ein Projekt in Isny engagiert. Zumthor zu bekommen ist mir nicht gelungen und dazu kann man den Isnyern nur gratulieren.“ Die anschließende Besichtigung der Bauobjekte im Bereich des Münsterplatzes rundete die Informations- veranstaltung ab und mit neuen Erkenntnissen machten sich die Isnyer wieder auf den Weg nach Hause.

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