Informationen vor Ort einholen

Staatsminister und Stadtrat Thomas Kreuzer im Pflegeheim „Sonnenhof” in Lauben. Foto: privat

Seinen „Antrittsbesuch” in der Gemeinde Lauben-Heising absolvierte jetzt Thomas Kreuzer, neuer Leiter der Münchner Staatskanzlei. Nach dem Eintrag in das goldene Buch der Gemeinde besuchte der Staatsminister die Grundschule, die er seit seiner Kindheit kennt.

Mit Laubens Schulleiterin Susanne Amling sprach der ehemalige Kultusstaatssekretär fast zwei Stunden lang über schulspezifische Themen. 134 Kinder sind in den Klassen 1 bis 4 insgesamt organisiert. Ein Thema war die Personalunion von Schulleitung und Klassenleitung, aber auch das Thema Mittagsbetreuung der Schülerinnen und Schüler kam zur Sprache. Kreuzer besichtigte auch die an die Schule angrenzende Turnhalle, die baldmöglichst durch einen Neubau ersetzt werden soll. Der Gemeinderat debattiert zur Zeit darüber. Käsekrieg mit Frankreich Bei der Unternehmensgruppe Hofmeister-Champignon, die international aufgestellt ist und rund 1000 Mitarbeiter beschäftigt, wurde über wirtschaftliche Zusammenhänge und kommende Entwicklungen gesprochen. Geschäftsführer Robert Hofmeister informierte den Staatsminister über die Problembereiche der Branche: Großhandelskette hätten ein Oligopol und diktierten erbarmungslos den Preis, so der Geschäftsführer. Auch die Europapolitik der EU wurde angesprochen. So entstünde durch ungerechte und unterschiedliche Auflagen ein Käse-Krieg mit Frankreich, hieß es. Daher will Kreuzer jetzt innerhalb der Partei nähere Informationen einholen. Energiefragen der Zukunft spielten ebenfalls eine nicht unwesentliche Rolle bei dieser Begegnung. So wurde beispielsweise über eine eventuell mögliche staatliche Förderung einer Kraft-Wärme-Kopplung nachgedacht. Im Pflegeheim „Sonnenhof” informierte sich der Kemptener Stadtrat und frisch gebackene Staatsminister über die Gesamtlage in der Pflege. Heimleiterin Helga Pesch, die 30 Mitarbeiter beschäftigt, berichtete von der Pflegesituation, der ständig wachsenden Dokumentationspflicht sowie dem Pflegeaufwand. Weniger Bürokratie Altersbedingte Krankheiten wie Demenz und Alzheimer verstärkten sich in den letzten Jahren, da ganz allgemein die Lebenserwartung weiter steigt. Das Durchschnittsalter bei der Aufnahme in das Heim beträgt heute mittlerweile etwa 80 Jahre. Es sei darüber hinaus nicht leicht, qualifizierte Altenpflegefachkräfte zu finden, betonte Helga Pesch, die bei Kreuzer um einen Abbau der Bürokratie bat.

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