Vor Ort informiert

Peter Kimmerle (v.l.), Peter Clement, Dirk Holst, Ulla Haussmann, Otto Ziegler (Sozialdiakon, Vorsitzender der Mitarbeitervertretung), Ursula Schubert (Bereich Seniorenarbeit bei der Isnyer SPD), Bernd Grube (Leiter medizinisch berufliche Reha), Edwin Stöckle (Vorsitzender Isnyer SPD) beim Rundgang durch das Stephanuswerk. Foto: Schubert

Um sich ein Bild der Lage vor Ort machen zu können, stattete die SPD-Landtagsabgeordnete Ulla Haussmann vergangene Woche dem Stephanuswerk Isny einen Besuch ab. Neben Haussmann fanden sich auch Vertreter der Isnyer SPD, Bürgermeister Rainer Magenreuter und Mitarbeiter der Leitungsgruppe im Stephanuswerk zur Gesprächsrunde ein.

Der Direktor des Stephanuswerks, Dirk Holst, schilderte die Situation in den einzelnen Bereichen der Einrichtung. Vor rund 15 Jahren habe Baden-Württemberg zu den führenden Bundesländern im Reha-Bereich gehört, heute sei es längst von anderen überholt worden, erläuterte er. Auch die Kosten sprach Holst an:Im geriatrischen Bericht arbeitet seiner Meinung nach keine einzige Einrichtung wirklich kostendeckend. Die zur Verfügung stehenden Gelder seien durch die Splittung zwischen Krankenkassen und Pflegever-sicherung auch nicht auf dem Stand der Realität. „Das Lan-des-Geriatriekonzept soll zwar überarbeitet werden, aber da werden vor allem Formulierungen angepasst. Eine Konzeptänderung ist in BadenWürttemberg nicht zu erkennen“, so Holst. Peter Clement, Mitglied im Aufsichtsrat der OSK, rundete das etwas trübe Bild weiter ab: „Auch die OSK hat ihre geriatrische Reha stark reduziert. In einem der größten Flächenlandkreise ist auf den Gebiet der Geriatrischen Reha kaum noch etwas zu erkennen.“ Wenig Möglichkeiten Ulla Haussmann hörte sich das alles genau an und gab einzelne Hinweise auf Änderungsmöglichkeiten. Aber auch sie als Sprecherin der SPD für Sozial- und Gesundheitspolitik sah im Augenblick wenige Möglichkeiten, politisch aktiv zu werden. Sie versprach, in den entsprechenden Ausschüssen weiter daran zu arbeiten, aber da die SPD zurzeit nicht in der Regierungsverantwortung steht, habe sie nicht wirklich die Möglichkeit, den Hebel anzusetzen. Beim Rundgang durch die Einrichtung war die berufliche Reha Hauptpunkt des Interesses. Hier macht es den Verantwortlichen besonders Sorge, dass die Leistungen für über 25-Jährige immer dürftiger ausfallen. Noch etwas steht der Abhilfe im Wege: Bundesrecht und Landesrecht. Viele der Entscheidungen sind in Berlin auf der Tagesordnung und im Landesrecht spielen sie eine eher untergeordnete Rolle. Keiner schreit laut „hier“ wenn es um Kosten geht. Haussmann nahm einiges mit von ihrem Besuch im Stephanuswerk. Ein Umdenken der derzeit Federführenden wird sie jedoch nicht so einfach bewerkstelligen können. Am Freitag, 22. Oktober, findet um 19 Uhr im Gasthaus Hirsch am Marktplatz die Jahreshauptversammlung der SPD statt.

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