Intensive Partnerschaft zwischen zwei Schulen

Erfolgreich beendet

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Das Foto zeigt hinten links Birgit Becker, Konrektorin der Tom- Mutters-Schule neben Armin Jahreiß, Klassenlehrer der BVP sowie vorne rechts Fachlehrkräfte im Bereich Gastronomie und Hauswirtschaft Maria Platz und Marco Fehn mit Schülerinnen und Schülern der Klassen BVJ Gastronomie der Berufsschule Sankt Georg und BVP der Tom-Mutters-Schule.

Kempten – Mit einer gemeinsamen Feier wurde das erste inklusive Lernprojekt zwischen Schülerinnen und Schülern der Berufsschule Sankt Georg, die ein Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) im Bereich Gastronomie und Hauswirtschaft machen, und Schülerinnen und Schülern der berufsvorbereitenden Partnerklasse (BVP) der Tom-Mutters-Schule (TMS) erfolgreich beendet.

Bereits seit Beginn des Schuljahres besteht eine intensive Partnerschaft zwischen den beiden Schulen in Kempten. Zwölf Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf der Berufsschulstufe der Tom-Mutters-Schule werden von Lehrkräften der Tom-Mutters-Schule in den Unterrichtsräumen der Berufsschule Sankt Georg unterrichtet und dort für den Arbeitsmarkt vorbereitet.

Das erste gemeinsame Lernprojekt zwischen sieben Schülern der BVP der Tom-Mutters-Schule und zwölf Schülern des BVJ Gastronomie der Berufsschule Sankt Georg fand im Bereich Gastronomie und Hauswirtschaft statt und dauerte insgesamt sechs Wochen. In den Unterrichtseinheiten, gestaltet durch Maria Platz und Marco Fehn, Lehrkräfte der Berufsschule Sankt Georg, lernten die Schüler neben der Theorie vor allem in praktischen Übungen, wie sie einen Tisch richtig eindecken, ihn dekorieren und wie sie Getränke und Speisen professionell servieren. Ihre gelernten Fertigkeiten durften sie dann den geladenen Gästen bei der gemeinsamen Abschlussfeier präsentieren.

„Die Schüler haben in den sechs Wochen viel gelernt und vor allem voneinander gelernt“, so Klassenlehrer Armin Jahreiß, der seinen Schülern aus der Tom-Mutters-Schule während der Zeit unterstützend zur Seite stand. Ziel dieses Lernprojekts ist es, den Schülern den Übergang in den Berufsalltag zu erleichtern, daher gibt es schon Überlegungen für weitere inklusive Kurse auch in anderen Fachbereichen.

Die Partnerschaft mit der Berufsschule Sankt Georg und speziell das erste gemeinsame Lernprojekt zwischen Schülern der beiden Schulen ist für Susanne Wirth, Schulleiterin der Tom-Mutters-Schule, nur ein weiteres erfolgreiches Beispiel für gelebte Inklusion. Bereits seit vielen Jahren setzt sich die Tom-Mutters-Schule unter dem Träger der Lebenshilfe Kempten für das gemeinsame Lernen von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Förderbedarf besonders ein. Nicht ohne Grund führt die Tom-Mutters-Schule seit 2016 offiziell das Schulprofil Inklusion.

Neben der berufsvorbereitenden Partnerklasse in der Berufsschule Sankt Georg gibt es schon seit 2002 eine Partnerklasse an der Grundschule in Rettenberg sowie seit zwei Jahren am Schulzentrum in Immenstadt. Zusätzlich zu den Partnerklassen unterrichten Lehrkräfte der Tom-Mutters-Schule in Tandemklassen an der Gustav-Stresemann-Grundschule und an der Robert-Schuman-Mittelschule in Kempten. In den Tandemklassen werden Schülerinnen und Schüler mit und ohne Förderbedarf von Lehrern der Tom-

Mutters-Schule und der Regelschule gemeinsam unterrichtet. Ein weiteres inklusives Angebot ist Einzelintegration. Schüler besuchen die Grundschule oder Mittelschule an ihrem Wohnort und werden einmal pro Woche von einer Lehrkraft der Tom-Mutters-Schule unterstützt.

Ziel der Tom-Mutters-Schule ist weiterhin alle zwei Jahre eine neue Tandemklasse mit einzurichten sowie weitere inklusive berufliche Perspektiven in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit, dem Integrationsfachdienst, den beruflichen Schulen und der Berufsschule Sankt Georg zu entwickeln. Inklusion bleibt und ist ein wichtiges Thema auch in der Zukunft.

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