Erweiterung des Hildegardis-Gymnasiums

Die "Innenhoflösung" wird’s

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Zur Erweiterung des Hildegardis-Gymnasiums sollen rund 60 Prozent des Innenhofs überbaut werden. Der Pavillon (rechts im Bild) wird nach Abschluss der Bauarbeiten abgerissen.

Kempten – Einstimmig hat sich der Schul- und Kulturausschuss diese Woche für die so genannte Innenhoflösung zur Erweiterung des Hildegardis Gymnasiums entschieden. Bis Herbst dieses Jahres soll nun der Förderantrag für die rund 6,7 Millionen Euro teure Baumaßnahme gestellt werden.

Statt dem bislang favorisierten Außenanbau sieht sie eine Erweiterung der Schulaula im Innenhof mit Teilüberdachung vor und kommt, laut Schulreferent Benedikt Mayer, rund 1,6 Millionen Euro günstiger als die Neubauvariante. Wie Thomas Meusburger vom Architekturbüro f64 ausführte, sieht die Innenhoflösung als markanteste Maßnahme den Rückbau von zwei der vier Treppenräume vor, die dann nur noch als Lichtquelle genutzt werden sollen sowie ein neuer Haupteingang. 

Der Theatersaal im Untergeschoss soll belassen werden. Veränderungen seien allerdings bei den Technikräumen angedacht. Für die neue Aula sollen rund 60 Prozent des Innenhofs überbaut werden. Die Raumhöhe von 2,80 Metern soll für die in diesem Bereich vorgesehenen Sitzstufen durch Absenken des Bodens um 70 Zentimeter erhöht werden. Im ersten Obergeschoss soll die Bibliothek in zwei Bereiche aufgeteilt werden: ein „sehr öffentlicher“, mit Zugangsmöglichkeiten auf die Dachterrasse über der neuen Aula; der zweite Raum soll multifunktional nutzbar sein. 

Durch die Treppenentnahme würden, so Meusburger, im zweiten Obergeschoss zusätzliche Flächen entstehen. Insgesamt entstünden sieben neue Klassenräume. Peter Wiedemann vom Hochbauamt fasste die Vorzüge der frisch beschlossenen Innenhofvariante kurz zusammen: Die Herausnahme von zwei der jetzt vier Treppenhäuser, die „nicht alle nötig sind“, schaffe mehr ruhige Zonen. Die Aula liege „im Herzen der Schule“, sei aber ebenso autark nutzbar. 

Außerdem werde ein Grundstück gewonnen, das jetzt nicht bebaut werde und für eine mögliche spätere Nutzung bleibe. Auch die „Neuordnung der Lehrerräume sei „funktional zusammengefasst“, in der Nähe der bedarfsgerecht erweiterten Räume für die Schulleitung und dem Sekretariat. Nach Abschluss der Bauarbeiten, so Mayer, soll der bis dahin noch benötigte Pavillon endgültig Historie sein und werde abgerissen.

Christine Tröger

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