Tourismus fördern

Wohnmobilpark am Illerstadion kommt

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Kempten – Bezüglich des Bebauungsplanes für den „Wohnmobilpark am Illerstadion“ folgte der Stadtrat nun den Empfehlungen des Bauausschusses und gab bei sechs Gegenstimmen das OK.

Wie berichtet, soll im Bereich östlich des Illerdamms, nördlich des Jahnwegs und südlich des Illerstadions ein innenstadtnaher Wohnmobilpark realisiert werden, der gegenüber den jetzigen Wohnmobilstellplätzen mehr Privatsphäre und Aufenthaltsqualität bieten und den Wohnmobiltourismus in Kempten stärken soll. Wie bereits im Bauausschuss kritisierte Theo Dodel-Hefele (Grüne) den Wegfall von Parkplätzen für Pendler. Nachdem erst wieder 14 Parkplätze in der Innenstadt „eingedampft“ worden seien, würden die in der Peripherie immer wichtiger. Zudem sah er „Konflikte“ voraus, wegen der unterschiedlichen Interessen von den eher „beschaulichen“ Leuten mit Wohnmobilen und den partyfreudigen Jugendlichen an der Iller. 

Deshalb bat er erneut um Prüfung des möglichen Standortes Engelhaldepark. Fraktionskollegin Erna Kathrein Groll konnte sich als passionierte Wohnmobilurlauberin an „kaum eine Gelegenheit erinnern“, wo man mit dem Wohnmobil in eine Innenstadt fahren dürfe. Laut Helmut Berchtold (CSU) sei der Engelhaldepark geprüft worden und eher „wie ein Campingplatz“. Aber genau das „wollen wir gar nicht“. Auch sah er ein Problem, den „abgelegenen“ Engelhaldepark touristisch zu bewerben, ohne Laden oder Restaurant in der Nähe. Er rechnete die Wertschöpfung mit 138 Millionen Euro vor, die die Wohnmobil-Leute, die im Übrigen auch „bestes Klientel für Kultur“ seien, in die Stadt brächten. „Da wissen Sie gleich, was der Motor in unserer Stadt ist.“ 

ct

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