"Living on an Island"

Die Insel(n) und das Theater in Kempten: Spielzeit 2018/19 gibt sich "very british"

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Die Gelegenheit zum Austausch nach der offiziellen Programmvorstellung der TiK-Spielzeit 2018/19 unter dem Motto „Living on an Island“ nutzten OB Thomas Kiechle (l) und Programmkoordinator der Meisterkonzerte Dr. Franz Tröger.

Kempten – Ein Spielzeitmotto, das sich sowohl an der Kult-Band „Status Quo“ anlehnt, als auch am Britischen Kult-Poeten William Shakespeare: „Living on an Island“, hat die Künstlerische Leiterin des Theater in Kempten (TiK) die kommende Spielzeit 2018/2019 überschrieben und sieht eine ganze Reihe an Interpretationsmöglichkeiten für das Gespann Insel und Theater.

Zumindest aber kann man den Titel als Hinweis darauf nehmen, dass ein Schwerpunkt der nächsten Spielzeit auf Großbritannien liegt. Ein „Highlight“ dabei dürfte das interaktive Märchentheater mit Musik für die ganze Familie „Alice im Wunderland neu erträumt sein“, eine TiK-Eigenproduktion mit acht professionellen Schauspielern und Musicaldarstellern sowie 70 Kindern aus dem Allgäu – Das Ganze auf der Burghalde-Freilichtbühne. In einem Maskenbildner-Workshop entstandene fantasievolle Wesen aus dem Wunderland bebildern auch das neue Programmbuch. 

Ebenfalls unter britischer Flagge stehen unter anderem „Mord auf Schloss Haversham“ (Theater Hof), Shakespeares „Der Sturm“ als TiK-Eigenproduktion, das gleich von sechs Shakespeare-Stücken inspirierte Tanztheater „For You My Love“ oder die vielversprechende Komödie „King Charles III“ mit der Bremer shakespeare company, in der für den ewigen Prince Charles der Thron tatsächlich in greifbare Nähe rückt.

Am Beginn des Theaterreigens steht erneut eine Doppelpremiere, bei der zwei (ehemalige) Diven aus Deutschland ins Rampenlicht gerückt werden: „Zarah – nach mir ist man süchtig“ von Peter Lund und „Marlene – The Kraut“ von Dirk Heidicke. Eine andere „Grande Dame“ steht bei der TiK-Eigenproduktion „La vie de Coco Chanel“ im Mittelpunkt, und wird passend zum Thema im Modehaus Reischmann aufgeführt.

Gespannt sein darf man auf das Wiedersehen mit der Familie Flöz, diesmal mit dem Stück „Dr. Nest“, und auch die Diseuse Georgette Dee, die mit „Die schöne Helena“ das Kemptener Publikum bereits becirct hatte, wird wieder auf der TiK-Bühne stehen und zusammen mit Terry Truck um das Thema „Mensch“ kreisen. Wer in der vergangenen Spielzeit etwas verpasst hat, erhält bei zahlreichen Stücken erneut Gelegenheit, denn sowohl im Erwachsenen- als auch im Jugendtheater stehen reihenweise Wiederholungen von TiK-Eigenproduktionen im Programm: u.a. „Cordoba-Das Rückspiel“, „Madame Bovary“, „Das Original“, „Kassandra“ „Dschihad One-Way“ und natürlich – „Heinrich von Kempten“. Die Jugend darf sich neben interessanten neuen Stücken über Wiederaufnahmen von „Chica Chica“ bis „Malala – Mädchen mit Buch“ freuen.

Auch für Liebhaber klassischer Musik ist wieder einiges geboten. Acht Meisterkonzert, drei Solopiano Revival Konzerte plus ein Silvesterkonzerte stellte Programmkoordinator Dr. Franz Tröger beim gemeinsamen Pressetermin vor. Mit von der Partie ist einmal mehr der Geiger Benjamin Schmid, der 2018 gleich zwei runde Geburtstage feiert: Er selbst wird 50 und seine „ex Viotti“ Stradivari stolze 300 Jahre alt. Der besonderen Gelegenheit ist es wohl geschuldet, dass das erste Meisterkonzert dann auch vor dem eigentlichen Spielzeit-Auftakt stattfinden darf. So wird Schmid mit einem 18-köpfigen Ensemble und ausgefallenem Programm, welches eigentlich einzig am Geburtstag selbst in Salzburg hätte aufgeführt werden sollen, am 14. September im Stadttheater zu hören sein. 

Und da es sich gezeigt habe, „dass das Publikum bereit ist, neue Pfade mitzugehen“, setzt Tröger auch weiterhin auf „eine Mischung aus bewährtem und völlig unbekanntem Repertoire“. Unter anderem dabei die Geigerin Midori, die bereits zum fünften Mal in Kempten gastieren wird. Und auch ein literarisches Konzert gibt es diesmal: Ulrich Tukur liest eigene Kurzgeschichten, das „delian :: quartett“ liefert die Musik dazu.

Als Renner hat sich laut Sandra Schmidbauer, im TiK zuständig für die Jugendarbeit, das Angebot Klassik für Kinder, unter anderem mit der Pianistin Nataliya Tkachenko, entwickelt. Nachdem es in der vergangenen Spielzeit „fast 1500 Besucher“ verzeichnen konnte, sind „Nussknacker und Mäusekönig“ sowie „1001 Nacht“ erneut im Programm.

Wie gehabt wird es weiterhin Schulvorstellungen, Workshops, Ausstellungen & Co. sowie die bewährten Kooperationen unter anderem mit dem Kammermusikfestival CLASSIX Kempten (23.-30.09.2018), dem Kemptener Tanzherbst (13.-21.10.2018) oder dem noch bis 5. Mai 2018 laufenden Kemptener Jazzfrühling geben.

Die Eintrittspreise im Kinder- und Jugendbereich bleiben auch in der kommenden Spielzeit stabil bei 7,50 Euro. Die Kartenpreise in den restlichen Bereichen erhöhen sich um je einen Euro. 

Christine Tröger

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