Ein intensiver Tag

Die Träger des ersten Preises aus Kempten und dem Altlandkreis der Stadt. Foto: Kampfrath

Von 9 bis 17 Uhr erklangen am Samstag schöne Töne aus der Sing- und Musikschule. Das ist zwar an und für sich nichts Ungewöhnliches für dieses Gebäude. Doch diesmal erhielten die Schüler keine Anweisungen von Lehrern, sondern versuchten durch ihr musikalisches Können eine Jury zu beeindrucken. Grund dafür war der 49. Regionalwettbewerb von „Jugend musiziert“.

76 Kinder und Jugendliche nahmen daran teil. Davon traten 46 als Solisten an, 24 als Ensemble und sechs als Begleiter am Klavier. Die Heranwachsenden kamen aus den Städten und Landkreisen Kempten, Kaufbeuren, Lindau, Oberallgäu und Ostallgäu. Die Jury verlieh die Preise in den Kategorien Blockflöte, Querflöte, Klarinette, Saxophon, Trompete, Horn, Gitarre, Klavierbegleitung, Streichinstrument und Klavier, Kunstlied sowie Klavier vierhändig. Die Jugendlichen waren dabei in sieben verschiedene Altersgruppen unterteilt. Die Wertung erfolgte nach Punkten. Am Abend desselben Tags warteten die jungen Musikanten im Schönen Saal mit ihren Angehörigen und Freunden auf die Preise. Der Raum war übervoll. „Ich denke, ihr habt einen intensiven Tag hinter euch“, sagte Robert Rossmanith, Leiter der Sing- und Musikschule. Er wies darauf hin, dass die Mädchen und Buben der Altersgruppen 1a und 1b nicht zum Landeswettbewerb fahren können. Sie seien noch zu jung. „Bei der Gitarre gab es mit 20 Jugendlichen die meisten Teilnehmer“, so Rossmanith. Gute Motivation „Sogar die deutsche Phono-Akademie verlieh den Musikpreis Echo in der Kategorie Nachwuchswettbewerb an ‚Jugend musiziert‘“, berichtete der Kemptener Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer (CSU). Dies sei vor allem deswegen geschehen, weil der Wettbewerb die Jugendlichen motiviere. Zudem biete sich dadurch die Gelegenheit, das Können der Öffentlichkeit und der Jury zu zeigen. Er gratuliere auch dem Wettbewerb an sich. „Ich danke den Teilnehmern, denn ihr gestaltet den Wettbewerb. Ich danke den Eltern, die euch das ermöglichen. Ich danke den Lehrern, die euch das beigebracht haben und der Jury für ihren Sachverstand“, erklärte der Rathauschef. „Acht der Preisträger erhalten ein Stipendium für die diesjährigen Meisterkurse in Oberstdorf“, erzählte Helga Große Wichtrup, Leiterin des Musiksommerfestivalbüros Oberstdorf. Die Kurse beginnen am 2. August dieses Jahres und enden am 10. August. „Dadurch sollen die Jugendlichen ihr Können intensivieren. Die Kurse sind besonders für jene geeignet, die später Musik studieren oder hauptberuflich Musik machen wollen“, meinte Große Wichtrup. Tosender Applaus Dr. Ulrich Netzer übergab den Teilnehmern die Urkunden. Als die Preisträger auf der Bühne erschienen, ernteten sie nicht nur von ihren Eltern viel Applaus. 55 Mal verlieh die Jury einen ersten Preis. Einige der betreffenden Jugendlichen bekamen eine Teilnahmeberechtigung für den Landeswettbewerb in Erding. Am 2. März um 19 Uhr werden alle Preisträger bei einem Konzert im Schönen Saal der Sing- und Musikschule auftreten.

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