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Irritierend, provozierend, unterhaltend, schmückend, anregend... – die KunstNachtKempten 2019

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Kempten – Kunst, die im wahrsten Sinne des Wortes bewegt, feierte vergangenen Samstag in der KunstNachtKempten eine erfolgreiche fünfte Auflage. 4000 ausgegebene Eintrittsbändchen verzeichnet das veranstaltende Kulturamt für die zunehmend professionalisierte Veranstaltung; plus weitere 4000 Menschen ohne Eintrittsbändel, die das im öffentlichen Raum sowie ab 22.30 Uhr insgesamt kostenfreie Event besuchten.

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Und es war einmal mehr eine sportliche Herausforderung, auch nur die individuell interessanten Angebote der 64 Kunstorte herauszupicken und zu besuchen. Eine Erleichterung gegenüber den Vorjahren waren unter anderem die überall gut sichtbaren Wegweiser und auch der Katalog, den es mit Erwerb eines Eintrittsbändels gab. Alles in allem ein hoher Organisationsaufwand, der sich zum Vorteil der Besucher*innen gelohnt hat.

Nicht nur Kunst und Performances aller Art waren am Start, auch einige Auszeichnungen wurden vergeben. So endete mit der KunstNacht die Festwochenkunstausstellung und der Publikumspreis wurde im Rahmen des bunten Eröffnungsspektakels auf dem Hildegardplatz vergeben. Als mit 143 Stimmen (von insgesamt 943) glasklarer Sieger kürte OB Thomas Kiechle zusammen mit Kulturamtsleiter Martin Fink den Künstler Matthias Herzog bzw. dessen Werk „Betrunkener Bär“. 80 Stimmen bekam die zweitplatzierte Agnes Keil für ihr Werk „Klang III/Gedankenaustausch“; 66 Stimmen Irmi Obermeyer für „Gongora“. Außerdem ehrte die Rupert-Gabler-Stiftung die Medienklasse der Monterssori-Fachoberschule für Gestaltung im Rahmen ihrer Videoarbeit in der St.-Lorenz-Basilika sowie Zdenek Posledni für sein jahrzehntelanges Engagement in der Galleria Müßiggängelzunfthaus, dessen Ära damit zu ende ging. 

Ein echter „Knaller“ war das „Büro für kulturelle Angelegenheiten“ vor der Residenz, das mit Olaf Ude vom Improtheater Flotte Lotte als Büroleiter Alfred Amsel grandios besetzt war. Büro und Leiter mit dem optischen Charme einer 1950er-Jahre-Buchhaltung ausgestattet, verstand Herr Amsel es mit feinem Humor, den wechselnden Menschen an seinem Schreibtisch nicht nur zu entlocken, was sie an Kemptens Kultur gut oder schlecht finden. Er entlockte ihnen auch ihre Vision für Kultur in Kempten im Jahr 2030, die direkt auf die Fassade der Residenz projiziert wurde. 

Eine irritierende Performance inszenierte Markus Elhardt, für die er ins Wasser ging. Oder besser gesagt unter Wasser, indem er sich mit Taucherbrille in einem gläsernen, engen Wasserbehälter, splitterfasernackt den Blicken der meist respektvoll Distanz haltenden Besucher*innen auslieferte. 

Geduld war für den Film von „Kempten unterirdisch“ von Veronika Dünßer-Yagci und Johanna Hartmann gefragt, der in der Erasmuskapelle gezeigt wurde. Geduldig harrten die Menschen in der durchweg langen Schlange am Eingang. 

Faszinierend: die audiovisuelle Showcase im Parkhaus in der Kronenstraße des Memminger Künstlers und Komponisten Lukas Rehm. Ob im öffentlichen Raum oder Inneren – es gab reichlich Stoff zum Staunen, Schmunzeln, Nachdenken, Sich-Einlassen, Verweilen, Weiterziehen, Genießen....– und auch Menschen zu begegnen, ob unterwegs oder beim traditionellen Absacker auf der Kunstnacht-Party von Evi Endras im Gewölbekeller der Singund Musikschule. Auch die KunstNachtKempten 2019 hat die Massen einmal mehr bewegt.

Christine Tröger

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