Feiern auf eine andere Art

Sommerfest in Isny

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Die Fladenbäckerei war ein wichtiger Bestandteil der gastronomischen Versorgung beim Sommerfest islamisch-türkische Gemeinde.

Isny – Zum vierten Mal feierte die Islamisch-türkische Gemeinde in Isny jetzt ihr Sommerfest wie in einer großen Familie, die allerdings beachtlich viele Mitglieder hat. Neclet Özkoc, Vorsitzender des Vereins und Teil der dritten Generation türkischer Mitbürger, kann mit beachtlichen Zahlen aufwarten.

Zwischen 120 und 150 Familien leben hier und sind längst Teil des Ganzen. Geht man von rund drei Kindern pro Familie aus, dann sind es also 600 bis 700 Isnyer, die türkische Wurzeln haben. Neclet Özkoc ist ein gutes Beispiel für seine Gemeinde. Sein Vater ist seit 39 Jahren bei der Firma Landes beschäftigt. Er selbst ist eigentlich ein typischer Isnyer. „Wenn ich von irgendwo her zurück nach Isny komme, fühle ich mich zuhause, denn hier habe ich meine Freunde und meine Familie.“ Er ist in Isny geboren und besuchte hier die Schule. Lange Zeit war er Fußballtrainer in Rohrdorf, arbeitet als Lagerleiter der Firma Dachser bei der Druckerei Walker und ist stolz auf seine Kinder, die ebenfalls Isnyer Schulen besuchen.

Zurück zur islamisch-türkischen Gemeinde: Der augenblicklich eingesetzte Imam ist nun seit etwas mehr als einem Jahr in Isny. Alle zwei Jahre wird diese Stelle neu besetzt und von ihm werden die täglichen fünf Gebetszeiten geleitet. Doch nicht nur in der Ausübung der Religion sehen die Mitglieder der Isnyer Gemeinde ihre kulturelle Verpflichtung gegenüber ihrer Herkunft.

Bis zu 700 Gäste

Gemeinsame Folklore, das Beibehalten der mitgebrachten Kochrezepte und die Hochzeiten mit den üblichen mindestens 500 Gästen sind besonderer Ausdruck der Zusammengehörigkeit. „Wenn wir zu solchen Anlässen unsere Isnyer einladen und dann noch Verwandte und Bekannte aus der Region, dann können es auch schon mal 700 Gäste sein. Gezahlt wird die Hochzeit üblicherweise von den Eltern des Bräutigams und der ist es auch der bei der Feier recht häufig entführt wird.“ Die Trauung findet natürlich auf dem Standesamt statt und anschließend in der Moschee.“

Das Sommerfest nahm seinen Verlauf, alkoholfreie Getränke, Köstlichkeiten aus Küche und Backstube und viele viele Gespräche sorgten für eine gute Stimmung. Die Händler aus der näheren Umgebung hatten ihre Verkaufsstände aufgebaut, für die Kinder gab es auch ein kleines Programm und da das Wetter auch noch freundlich war, konnten die Organisatoren von einer gelungenen Veranstaltung sprechen.

Manfred Schubert

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