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Isny dreht an großen Rädern

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Wenn der Bürgermeister aus dem Fenster des Rathauses schaut sieht er Vieles in Bewegung. © Schubert

Isny – Die Stadt Isny hatte schon immer ein besonderes Flair. Das zu erhalten und trotzdem der Gegenwart angepasst zu sein, ist ein Anliegen von Stadtverwaltung, Bürgermeister und Gemeinderat. Wenn man auf die Veranstaltungen schaut, die in der Innenstadt stattfinden, kann man sich von der Attraktivität für Besucher aus dem Umland auch selber ein Bild machen. Um aber auch in Zukunft diese Rolle spielen zu können ist Isny schon seit Jahren bemüht dem gerecht zu werden.

So gesehen ist eines der „großen Räder“, an denen Isny gerade dreht, der Ausbau des Schulzentrums für rund 37 Millionen Euro. Das Land wird sich dabei mit einer zweistelligen Millionensumme beteiligen. Die alten Gebäude der Grund- Verbund- und Sonderschule sind schon abgerissen und Kalkulation und Baugesuche sind abgeschlossen. Das sind lang diskutierte Entscheidungen gewesen, die für die Kinder aus Isny und der nä- heren Umgebung besonders wichtig sind. Im Baugebiet Lohbauer Straße entstehen insgesamt rund neunzig neue Häuser und im ebenfalls durchgeplanten „Mittelösch“ neben Individualhäusern auch Gebäude mit sozial verträglichem Wohnraum. Was aber den Besuchern der Stadt besonders ins Auge fällt, ist der Bereich „Altstadt Süd“, die schon gerichtete Bergtorstraße und die Gegend rund um den Isnyer Marktplatz. Der Gasthof Hirsch wird gerade von einer Isnyer Investorengruppe umgebaut. Eine vergrößerte Terrasse mit einer Café-Bar im unteren Bereich und das wieder ausgebaute Restaurant werden dabei besonders wichtig und im oberen Teil des Gebäudes werden wahrscheinlich Büroräume untergebracht. Bis Ende 2020 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Das Hallgebäude direkt im Anschluss an den Blaserturm wird zurzeit total entkernt und wird für die Stadtbücherei und die Büros der Isny Marketing völlig neu gestaltet. Bisher sind an Zuschüssen und Spenden rund drei Millionen Euro in der Rücklage und für die Stadt bleiben noch etwa zwei Millionen zu stemmen. Auch beim Barfüßer auf der Ecke des Marktplatzes geht es nun wieder weiter. Das Restaurant und das Hotel sind nach wie vor das Ziel von Riedmüller/ Kurz und sollen zusammen mit dem gesamten Ensemble fertig werden. Die Hofstatt mit den Privatwohnungen ist soweit abgeschlossen und zur Verschönerung wird nun noch der Stadtbach ein Stück freigelegt und die kleinen Straßen mit Granit gepflastert. Es geht aber munter weiter! Der gesamte Marktplatz wird ebenfalls neu gestaltet. Nachdem die B12 aus der Stadt ist, bietet sich da eine einmalige Gelegenheit das Herz von Isny neu zu gestalten. Noch so eins von Isnys „großen Rädern“, denn Pflasterung, Wasserspiele, Platzbestuhlung und alles so benutzerfreundlich wie nur möglich, gibt es natürlich auch nicht zum Nulltarif. Spannend ist die Entwicklung und die „junge Stadt in alten Mauern“ wird auch einiges an neuen Mauern vertragen können. Isny ist immer einen Besuch wert, nach Fertigstellung der angesprochenen Umgestaltungen sicher noch viel mehr.

Manfred Schubert

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