Konzert mit frühbarocken deutschen Komponisten

Sed Formosa in der Marienkapelle

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Das Ensemble Sed Formosa in der Marienkapelle. Von links: Ekkehart Mirwald, Pirmin Frisch, Ansgar Adamietz, Karoline Bohn und Judith Adamietz.

Isny – Die an die Georgskirche angegliederte Marienkapelle wurde vor Kurzem von Friedrich Hechelmann vom Hause Quadt erworben und ist noch in der Umgestaltung begriffen. Sie sei, so drückte es Till Bastian in der Begrüßung zum Sed-Formosa-Konzert aus, „ein Herzstück des kulturellen Lebens in Isny“ und werde in Absprache mit Friedrich Hechelmann großzügig für kleinere Veranstaltungen zur Verfügung gestellt.

Das Ensemble Sed Formosa wurde 2012 gegründet und tritt in der Besetzung Pirmin Frisch (Zink), Ekkehart Mirwald (Barockgeige), Karoline Bohn (Gambe und Cello), Judith Adamietz (Sopran) und Ansgar Adamietz an der Truhenorgel auf. Zur Aufführung kamen nur Deutsche Komponisten, obwohl es in der Zeit des Frühbarocks vor allem italienische Komponisten waren, die in dieser Zeit den Ton angaben. So sind es Namen wie Dietrich Buxtehude, Johann Rosenmüller und seltener gehörte wie Nicolaus Adam Strungk und Felician Schwab die gespielt wurden. 

Das heute selten zu hörende „Zink“ erfuhr in dieser Zusammensetzung den ihm zustehenden Stellenwert und die Harmonie mit den anderen Musikern und besonders auch der Sopranistin Judith Adamietz war ein musikalisches Fest. Karoline Bohn an Bratsche und Cello, Ekkehart Mirwalds ausdrucksvolles Spiel auf der Barockgeige und die raumfüllenden Klänge von Ansgar Adamietz an der Truhenorgel schlossen sich zu einem beherrschenden Ganzen, die nicht nur die herausragenden Qualitäten der Musiker, sondern auch die Kompositionen an den richtigen Platz rückten. Zusammen mit der Atmosphäre in der Marienkapelle entstand eine Stimmung, die in seiner Gesamtheit ein Kunstgenuss der Sonderklasse wurde. 

Isny ist auf dem Wege, ein Kulturzentrum zu bekommen, das über jeden Zweifel erhaben ist und mit den verschiedenen Plätzen für Aufführungen im Refektorium, dem „Roten Salon“ und der Marienkapelle, dem Schlosshof, dem städtischen Museum, der städtischen Galerie und der Hechelmann‘schen Kunsthalle für alle Anforderungen den richtigen Rahmen bieten kann.

Manfred Schubert

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