Ein Pluspunkt am Rande Isnys

Skifahren an der Felderhalde

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Winterkleidung an und mit dem Rodel oder Schlitten raus. Mit dem ersten Schnee herrschte gleich reges Treiben an der Felderhalde.

Isny – Wo gibt es das mittlerweile noch? – Ein Skilift direkt am Rande der Stadt und wenn das Baugebiet an der Lohbauerstraße fertig gestellt ist, eigentlich mittendrin. Die Felderhalde ist mit seiner Nordlage ein fast idealer Hügel, um dort relativ sicher auch Schnee zu finden.

Die Jahre großer Schneefälle sind fast schon Geschichte, aber da kann man ein wenig dran schrauben. Hans und Marc Rudhart haben einen Mitstreiter an Land gezogen, der in das „Projekt Felderhalde“ einsteigen will und die positiven Vorgespräche mit der Stadt Isny, die den Hang von der Evangelischen Spitalpflege gepachtet hat, sind auch bei der Kirche durchaus positiv entschieden worden. Zwei Sachen sind es, die nun abgestimmt und erledigt werden sollen: Der Hang selber soll mit Kunstschnee sicherer gemacht werden, damit dort länger und intensiver Wintersport betrieben werden kann. Alles dazu ist schon gut vorbereitet. Das Wasser für die Beschneiung kommt vom alten Hochbehälter im Felderholz. Der ist noch intakt, wird aber nicht mehr für die städtische Wasserversorgung genutzt. Gemütlich Skifahren und das möglichst lange ist da angesagt.

Als zweites, und das mit voller Überzeugung, wird eine Sommernutzung ins Auge gefasst. Eine Mountainbike-Strecke wird angelegt, eine Servicestation im unteren Teil ist ebenfalls mit in der Planung und „Bergfaule“ können dann im Sommer den Skilift zum obersten Punkt nutzen. Die Obstbäume am Hang bleiben unbeschadet stehen und die „Kinderbäume“ haben auch weiterhin ihre Daseinsberechtigung. So wäre am Hang eine Dauerbetrieb möglich, der mit Sicherheit fast einmalig ist. Der Parcours ist kein gewaltiger Eingriff in die Struktur und soll vor allem Freude am Sport vermitteln. Vorstellbar ist das Ganze und der Gemeinderat wie auch die Spitalpflege stehen positiv zu dieser Entwicklung.

Bleiben trotzdem noch offene Fragen bestehen: Als freier Schlittenhang ist das Gelände Richtung Lohbauerstraße für die Kinder offen zu halten, denn man muss auch mal etwas zum Nulltarif machen können. Außerdem wurde von den Planern versichert, dass die Preise für die Nutzung nicht ins Uferlose steigen, sondern eine familiengerechte Betreibung ins Auge gefasst ist. Das ist bei der Familie Rudhart auch nicht anders zu erwarten. „Globileo“, der Winterbetrieb für kleine Skihasen, wird dann Teil des gesamten Programms. Die Max Wild ­GmbH aus Berkheim ist mit von der Partie und wird sich finanziell entsprechend engagieren. Ein Skihang erwacht so aus dem Dauerschlaf; betreiben kann man den Winter-Skilift wegen der Kosten sonst nicht mehr weiter.

Manfred Schubert

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