Isnys Begrünung wird konkreter

Mit der Begrünung Isnys weiterkommen, geht nur als gemeinsame Aktion

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Isny soll grüner werden, hieß es bei der Diskussionsrunde im Schwarzen Adler

Isny – Die Grünen hatten eingeladen und müssen bei ihren anderen neuen Gemeinderatskollegen aufpassen, sonst rennen sie offene Türen ein. Das Thema „Bäume in die Stadt“ ist ja nicht neu, verdient aber noch einmal deutlich einen kräftigen Anstoß.

Als Erstes allerdings konzentriert sich der Ortsverein der Grünen auf die „Aktionstage Klimaschutz“ die mit Aktionsständen und interessanten Gesprächskreisen vom 20. bis 22. September geplant sind und sich auch an der „Fridays-for-Future“-Bewegung orientieren. Dann wird es mit der Bepflanzung ernst. Die Akteure haben gehofft, einen Zusammenschluss zu erreichen. Veranstaltungen mit Vertretern unterschiedlicher Parteien sollen dem Ganzen mehr Gewicht verleihen. Die „Aktion Baum“ ist auch in dieser Richtung unterwegs. 

Erhard Bolender (SPD), seit Jahren Mitglied der Baumschutzkommission, bemängelte bei den bisherigen Gesprächen zwar, dass das Fällen kranker Bäume beschlossen wurde, die Neubepflanzung aber meist etwas willkürlich irgendwo geschah. Gebhard Mayer (FW), hatte noch in der alten Legislaturperiode den Antrag gestellt, das Thema „Begrünung der Innenstadt“ im September auf die Tagesordnung zu setzen. Allen ist scheinbar klar: Karina Haugg, bei der Stadtverwaltung für Grünanlagen zuständig, sei erstens eine gute Kraft an dieser Stelle und leider eine rechte „Solitärpflanze“, die für ihre Arbeit viel mehr Unterstützung brauche. Jetzt müsse die Vorbereitung konkretisiert werden. Ein Katasterplan gehört auf den Tisch. Pläne für die verlegten Leitungen und Kabel im Untergrund müssen gesichtet werden und dann, möglichst bald, könne man darüber beraten, wo Bäume hingehören, zum Beispiel in der Mitte der Treppe zum Markt, auf der Seite zum Markt, damit man im Schatten auf der Treppe sitzen kann und da seien keine Kabel. 

Bestandsaufnahme und Planung mit der Stadt, eines wurde von Erhard Bolender deutlich ausgesprochen: „Der Gemeinderat ist die Institution, die festlegt, was zu tun ist, und was die Stadtverwaltung zu machen hat und nicht umgekehrt.“ Unabhängig von diesem Arbeitskreis gibt es auch noch andere Möglichkeiten, am Ball zu bleiben. Zu überlegen sei eine Pflanzaktion mit einer Baumbestellung über die Stadt und verbilligte Abgabe an Hauseigentümer in der Innenstadt oder konkrete Unterrichtung über Fassadenbegrünung, wie am Rathaus schon geschehen und immer ein erfreulicher Anblick. 

Zur Kerngruppe haben sich gemeldet: Ortrud Petrick, Wolfgang Richard, Erhard Bolender, Martin Hermann, Robert Blaser-Sziede und Jörg Lausch. Der gesamte Vorstand der Grünen steht hinter der Aktion und es scheint so zu sein, dass auch im Gemeinderat dieses Thema forciert wird und entsprechende Mehrheiten findet. Sicher, Isny ist sowieso auf dem richtigen Weg, wie von allen Seiten bestätigt wird, aber etwas mehr Tempo ist dringend notwendig meinten die Teilnehmer der Diskussionsrunde.

Manfred Schubert

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