Drei Monate vor der Wahl

Rückblick auf acht Jahre Amtszeit

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Bürgermeister Rainer Magenreuter vor der Großbaustelle in der Altstadt Süd.

Isny – Es war ein ausführliches Gespräch mit Bürgermeister Rainer Magenreuter, in dem man eine Menge Dinge in dem etwas ruhigeren Fahrwasser der Ferienzeit ansprechen konnte. Da im Novem- ber Bürgermeisterwahl in Isny ist, ist in diesem Zusammenhang ein Rückblick auf acht Jahre Amtszeit angebracht.

In Isny hat sich in dieser Zeit einiges bewegt, auch wenn Rainer Magenreuter nicht alles als positiv verbuchen konnte.

Da hatte er in Isny ein Amt übernommen, das recht gut zu seinem Werdegang passt. Studium im Bauingenieurwesen, 1996 Staatsexamen als Regierungsbaumeister, Tätigkeit auf dem Landratsamt im Alb-Donaukreis, drei Jahre im Ministerium für Umwelt und Verkehr und viereinhalb Jahre im Regierungspräsidium Stuttgart waren eine solide Grundlage. Das sorgte für Kenntnis der Verwaltungsabläufe und führte zu Kontakten an wichtigen Stellen. Was in den Jahren zusammen kam, ist beachtlich. Als Regierungsbaumeister ein Stadtquartier umzugestalten, bleibt trotzdem eine Herausforderung und ist noch mitten im Werden. Besonders wichtig war, dass Investoren gefunden und die archäologischen Ausgrabungen organisiert wurden. Durch Grunderwerb für die Stadt wurde das Bauen wieder ermöglicht (Lohbauerstraße und in Zukunft auch Mittelösch). Das Gewerbegebiet wurde durch Neuansiedlungen beträchtlich erweitert und so Arbeitsplätze geschaffen. Verkehrskonzept und Radverkehrskonzept wurden mit Bürgerbeteiligung auf den Weg gebracht.

Rainer Magenreuter nimmt es für sich nicht in Anspruch, das alles im Alleingang gemacht zu haben. „Verantwortung ist wichtig bei meiner Tätigkeit. Meine Aufgabe als Bürgermeister ist es unter anderem, die Entscheidungen des Gemeinderats vorzubereiten und dann in die Realität umzusetzen. Dabei habe ich im Gemeinderat eine von 21 Stimmen und im Rathaus ein engagiertes Team.“

Ebenfalls in seiner Amtszeit haben Großholzleute und Beuren ihre Dorfgemeinschaftshäuser bekommen, das Feuerwehrhaus wurde vergrößert und eine Reihe von Fahrzeugen angeschafft. Der Bürgerentscheid für das Zumthor-Projekt lief dabei einen etwas anderen Weg, der Bürgerentscheid bei der Stadtsanierung bestätigte das Ergebnis im Gemeinderat. Viel Anerkennung bekam Rainer Magenreuter allerdings bei seinem Einsatz für den Erhalt des Isnyer Krankenhauses, auch wenn dieser Kampf am Ende verloren ging.

Schon beim Amtsantritt hatte er konkrete Umweltziele vor Augen und damit auch die Luftreinheit und Isnys Prädikat als Luftkurort im Fokus. Den CO²-Ausstoß vermindern, erneuerbare Energien fördern, das Nahwärmenetz unterstützen, indem die öffentlichen Gebäude dort angeschlossen sind und Photovoltaikanlagen ermöglichen. Dennoch ist Rainer Magenreuter für das Land Rover-Projekt auf dem Bühlberg. Übernachtungen, Gastronomie und Arbeitsplätze sind ein stichhaltiges Argument.

Dem Bürgermeister ist in seiner Arbeit Kontinuität und Verlässlichkeit wichtig. Vieles ist auf dem Weg, aber noch nicht am Ziel und diese Ziele möchte er bei den Projekten gemeinsam mit den Isnyer Bürgerinnen und Bürger und dem Gemeinderat erreichen.

So ist es logisch, dass Rainer Magenreuter bei der Bürgermeisterwahl am 8. November wieder antritt. „Dies habe ich auch schon vor acht Jahren gesagt“, stellt er klar.

Manfred Schubert

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