"Ja" zum Gesamtkonzept

Grau gekennzeichnet sind die Gebäude, die für das Klinikum Kempten-Oberallgäu in den kommenden Jahren entstehen sollen. Grafik: Archiv

Einstimmig abgesegnet hat der Bauausschuss das bauliche Gesamtkonzept für die Weiterentwicklung des Klinikums Kempten-Oberallgäu. Erste Schritte sind dabei die so genannte Einhäusigkeit und der Bau des Parkhauses an der Robert-Weixler-Straße (der KREISBOTE berichtete mehrfach). Des weiteren sind Neubauten geplant, die an einer Bewegungsachse aufgebaut werden sollen, teilte Baureferentin Monika Beltinger vergangene Woche dem Gremium mit.

Das erste Nahziel ist die Einhäusigkeit. Daher soll bereits im Frühjahr mit den Arbeiten für das neue Parkhaus an der Robert-Weixler-Straße begonnen werden, die die Sozialbau übernimmt. 350 bis 400 Parkplätze sollen dort, wo momentan noch das ehemalige Schwesternwohnheim steht, auf vier Stockwerken entstehen. „Wenn alles so läuft wie geplant, ist das Parkhaus im Oktober 2011 fertig“, frohlockte Andreas Ruland, Geschäftsführer des Klinikverbundes. Die Besucher werden damit am Anfang des Klinik-Geländes abgefangen. „Der Verkehr rund um das Klinikum wird entzerrt“, so Beltinger. Das hintere Parkhaus ist künftig dann für die Mitarbeiter des Krankenhauses. Damit das neue Parkhaus in das städtebauliche Konzept passt, soll die Sozialbau einen Fassadenwettbewerb integrieren. Ebenfalls bereits kommendes Jahr sollen die Arbeiten für die Zusammenlegung der beiden Kemptener Kliniken beginnen. Dazu wird das Gebäude E4b (siehe Plan) gebaut, das dann die gesamte Innere Medizin beherbergen soll. Auf dem Gebäude wird außerdem ein Hubschrauberlandeplatz errichtet. Damit der Hubschrauber rechtlich zulässige und hindernisfreie Ein- und Ausflugsschneisen hat, wird Beltinger zufolge versucht, die Bäume an der Kurve Pettenkoferstraße/Robert-Weixler-Straße zu kürzen. Einen Hangar wird es künftig nicht mehr am Klinikum geben. Neue Standorte werden derzeit geprüft (der KREISBOTE berichtete). Kurze Wege Mit dem Bau des Gebäudes E5 soll dann eine zentrale Notaufnahme realisiert werden. „Dadurch entstehen kurze Wege, was sowohl für die Patienten als auch für die Organisation von Vorteil ist“, erklärte Ruland. Die Zufahrt zur Notaufnahme erfolgt dann zwischen dem neuen Parkhaus und dem Funktionsgebäude. Die Einhäusigkeit könnte bis Ende 2012 erreicht werden. Zu den neuen Gebäuden meinte Beltinger, dass sie in der Höhenentwicklung auf zwei Geschosse begrenzt sind, weitere Stockwerke aufgrund der Absenkung des Hanges jedoch nach unten geplant sind. In die U-förmigen Gebäude (E6) werden dann BKH und Psychiatrie untergebracht. Als letzter Schritt im Entwicklungskonzept steht die Generalsanierung der bestehenden Baukörper an. Insgesamt, so Ruland, finde das Projekt breite Zustimmung. Bis Ende des Jahres werden die Förderanträge eingereicht. Bis zum Jahr 2013 oder 2014 soll der zweite Bauabschnitt, also die Verlegung der Psychiatrie auf das Gelände, abgeschlossen sein. Architekt Ulrich Jonas erläuterte, dass die Haupteingangssituation ein wichtiger Punkt in der Planung sei. Alle Besucher sollen künftig über die Nordseite zu den Aufzügen kommen. Da die Verletzten über die Südseite kommen, gibt es keine Begegnungen mehr. Zudem soll die Eingangshalle neu gestaltet werden und der Eingangbereich bis zum Ärztehaus überdacht werden. Die Grundidee für das Konzept sei, ein Krankenhaus zu schaffen, das durch die Zonierung der Baukörper nicht wuchtig wirkt. Harald Platz (CSU) zeigte sich zufrieden und konnte der Planung voll zustimmen. Auch Hans Mangold stimmte gerne zu, da man in der Vergangenheit nicht immer ganz optimal aufgestellt gewesen sei. Der Bauauschuss stimmte dem Gesamtkonzept geschlossen zu.

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