"Ja" zu neuem Entwurf

Gegen die Stimmen von Grünen, FDP und OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) hat der Bauausschuss am vergangenen Dienstag den Entwurf zu dem geplanten Neubau an der Ecke Bahnhof-/Mozartstraße abgesegnet. Nachdem der erste Entwurf, der einen Glaswürfel auf dem Dach im Bereich der Straßenecke vorsah, im Juni nicht auf Zustimmung gestoßen war, fand die neue Planung jetzt eine Mehrheit. Neben den vier Ausschussmitgliedern, die dagegen stimmten, hatte auch Baureferentin Monika Beltinger ihre Probleme mit dem Vorschlag.

Sehr dominierend werde das neue Gebäude wirken, wenn man die Königstraße vorbei am Kino in Richtung Forum hinauffahre, erklärte Beltinger. Dominierendes Bauwerk in dem Bereich soll aber die Denkmal geschützte „Alte Post“ der Sozialbau mit ihrem markanten Eckturm bleiben, erklärte sie. Auch beim Bau des Forums habe man darauf Acht gegeben. Unterhalb des so genannten Mansart-Daches des geplanten Neubaus, das die Mozartstraße entlang abgestuft verläuft um der Hanglage gerecht zu werden, ist die Fassade fast gänzlich verglast. An der Ecke endet aber das Dach und eine Art verglastes Türmchen tritt hervor. Darin sollen sich zwei Besprechungszimmer befinden, so Beltinger, und diese Eckenkonstruktion ist würfelförmig. Von einer „merkwürdigen Entsprechung zu dem Türmchen der ‚Alten Post’“, sprach sie. Für das Stadtbild sei das nicht angemessen. Anders sahen das die Vertreter der CSU-Fraktion. „Ich bin dafür, dass man diese Ecke betont“, erklärte ihr Vorsitzender Erwin Hagenmaier, Siegfried Oberdörfer (SPD) stimmte dem zu. Anders sah das Stadtrat Hans Mangold (Grüne/FL), der Beltingers Ansicht teilte. Er wolle zwar die städtebauliche Entwicklung nicht hemmen, der Planungsentwurf aber „wirkt auf mich eigentümlich“. OB Dr. Ulrich Netzer rief in Erinnerung, dass es sich hier um einen seltenen Fall handle. Der neue Bebauungsplan für das Gebiet „Westlich Forum Allgäu“ sei noch nicht gültig, es gehe deswegen darum, eine Ausnahme von der derzeit geltenden Veränderungssperre zu erteilen. Für so etwas solle man sich Zeit nehmen. „Ich sehe nicht, warum wir diese Zeit uns und den Architekten nicht gönnen sollten“, meinte das Stadtoberhaupt. Auch er tue sich mit der Dominanz des geplanten Komplexes schwer. Letztendlich stimmten neben Netzer nur FDP-Stadtrat Bruno Steinmetz sowie Elisabeth Brock und Hans Mangold von der Fraktion Grüne/FL dagegen. Eine Bedingung muss der Investor jedoch noch erfüllen: Plan und Zeichnungen stimmten nämlich nicht genau überein. Dachgauben etwa, die in der Zeichnung zu sehen waren, berücksichtigte der Plan nicht. Räumt der Investor diese Unstimmigkeiten aus, dann steht dem Bauvorhaben nichts mehr im Weg.

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