Geplante Fusion

"Effektivste Lösung"

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TVK-Präsident Ullrich Kremser (links) und TV Jahn-Präsident Hans Leidl blicken der geplanten Fusion positiv entgegen.

Kempten – Vor 59 Jahren hat sich der TV Jahn Kempten aus dem TV Kempten 1856 gegründet, ab 2015 soll aus beiden Vereinen wieder einer werden. Wie berichtet, planen die beiden größten Kemptener Vereine zu fusionieren. Entstehen wird dann ein Verein mit rund 5000 Mitgliedern.

Von der „effektivsten Lösung“ sprachen TVK-Präsident Ullrich Kremser und TV-Jahn-Präsident Hans Leidl am Donnerstagabend bei der Bekanntgabe ihrer Pläne im Rahmen eines Pressegesprächs. „Die Fusion ist seit längerem im Gespräch“, sagte Kremser. Es sei vernünftig, die Kräfte zu bündeln. „Es ist heute immer schwieriger, Ehrenämter zu besetzen.“ Das Potenzial aus zwei Vereinen sei da größer. Kooperationen zwischen den Vereinen gibt es schon seit längerem: „Im Leistungsturnen der Mädchen stellen der TV Jahn und der TVK bereits eine gemeinsame Mannschaft in der Liga“, so Leidl. „Mit der Fusion gehen wir jetzt noch einen Schritt weiter, Kempten braucht einen starken Vielspartenverein.“

Von den Mitverantwortlichen in den Vereinen erhielten die beiden Präsidenten am Mittwochabend breite Zustimmung. In der Vorstandssitzung des TVK stimmten die Abteilungsleiter und Präsidiumsmitglieder den Plänen einhellig zu. In der zeitgleich stattgefundenen Sitzung des Turnrats beim TV Jahn gaben Abteilungsleiter, Präsidium und Übungsleiter dem Vorhaben bei zwei Enthaltungen ebenfalls grünes Licht.

Damit alles wie geplant über die Bühne gehen kann, müssen im Frühjahr auch die Delegierten des TVK und die Mitglieder des TV Jahn in ihren Jahresversammlungen die Fusion absegnen. „Dort wollen wir uns den Auftrag geben lassen, den Verschmelzungsvertrag ausarbeiten zu lassen“, erläuterte Kremser. Notariell muss das Ganze dann auch abgesegnet werden. Ziel ist es den beiden Präsidenten zufolge, dass die Fusion zum 1. Januar 2015 vollzogen ist.

„Wir haben uns bewusst die Zeit genommen“, so Kremser, der nochmals betonte, dass die Fusion von beiden Vereinen auf freiwilliger Basis angegangen wird. „Wir müssen nicht, wir wollen.“ „Man muss den Mut haben, etwas zu bewegen und dem Verein frischen Wind einzuhauchen“, ergänzte Leidl.

Für die Mitglieder wird sich durch die Fusion (fast) nichts ändern. Vielmehr gebe es nach der Fusion viel mehr Möglichkeiten für die Mitglieder. „Durch die Verschmelzung geht der TV Jahn mit allen Mitgliedern in den TVK über. Die Mitglieder müssen nichts machen“, so Leidl. Wie der Verein nach der Verschmelzung heißen soll, steht noch nicht fest. „Beide Vereine sollen sich im Namen wiederfinden.“

Der Präsident des TV Jahn hat sich auf der Vereinshomepage www.tv-jahn-kempten.de mit einem offenen Brief an die Mitglieder gewandt, indem er die Gründe für die Fusion nochmals erklärt und um Zustimmung für die Pläne bittet.

Melanie Läufle

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