Letzte Gemeinderatssitzung 2018

Es war ein Jahr, in dem sich in Isny vieles in Bewegung gesetzt hat

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Kräftig gewerkelt wird in Isny nach wie vor am neuen Aussehen der Stadt. 

Isny – Jetzt ist erst einmal Weihnachtspause im Sitzungskalender angezeigt und das haben sich die Gemeinderäte auch verdient. Erst am Montag, 21. Januar ist wieder eine Sitzung eingetragen. Das heißt natürlich nicht, dass nun die kommunale Arbeit eingestellt ist.

Eigentlich ist das Gegenteil der Fall.

Arbeitskreise und Fraktionsführersitzungen haben eine kürzere Ruhepause, abgesehen von der Tatsache, dass im nächsten Jahr auch Kommunalwahlen sind und dafür Strategien entwickelt werden müssen und die im Gemeinderat sitzenden Fraktionen nicht wissen, wie dann die Sitzverteilung ausfallen wird. Das dauert schon noch eine Weile und bis dahin wird in den Sitzungen noch der alte Gemeinderat die Entscheidungen treffen.

Die noch ausstehende Verabschiedung des Haushalts 2019 ist so ein Fall. Alles ist besprochen und diskutiert worden und Stadtkämmerer Wolfgang Sing hatte zusammen mit seinen Mitarbeitern und dem Arbeitskreis Finanzen dem Gemeinderat eine saubere Arbeit vorgelegt. Ob das dann auch reibungslos von statten geht, wird sich dann im Januar entscheiden.

Wie immer wieder zu hören ist, gehen den Bürgern die vielen Baustellen auf die Nerven, aber Bürgermeister Rainer Magenreuter hatte es schon mehrfach angesprochen. Wenn man der Stadt ein neues Aussehen verpassen will, ist das einfach unumgänglich. Es ist aber – so Stadtkämmerer Sing – soweit ersichtlich, alles im Bereich des Machbaren, auch finanziell. In der Altstadt Süd entstehen die (vorläufig) letzten Gebäude, den Straßenbelägen in der Hofstatt hat der Gemeinderat zugestimmt. Der Marktplatz und seine Gestaltung wird auch noch Thema mindestens einer Sitzung sein und das Baugebiet Lobauerstraße ist weiter vorangekommen, als man dachte. Hier hat Claus Fehr als Verantwortlicher der Vermarktung von den Gemeinderäten sein Lob redlich verdient. Ist es doch auch im Baugebiet Mittelösch schon so weit vorangekommen, dass die Vergaberichtlinien auf dem Tisch liegen und auch die Preise der Grundstücke schon abgesegnet sind.

Ob es nun für 2020 zur Gründung der eigenen Wohnbaugesellschaft kommt, steht auch noch nicht fest, ist aber hinter verschlossenen Türen mit Sicherheit auch in der Weihnachtspause im Gespräch.

Viele der Räte hatten auch bei der Vergabe des Umbaus am Schulzentrum ein mulmiges Gefühl. Es sind immerhin rund 37 Millionen Euro, die in den nächsten drei Jahren anfallen werden. Zuschüsse von Land und Bund sind sicher, aber erst wenn alles abgeschlossen ist, kann man feststellen, was an Summen da auf die Stadt zukommen wird. Gut vorbereitet war die Interimslösung für die Grundschule, die nun im Schulgebäude auf dem Siloah-Gelände ganz zufrieden und ruhig die Entstehung des auch für sie konzipierten Schulneubaus abwarten kann.

Die Gemeinderäte haben es sich nicht leicht gemacht, für das Hallgebäude am Marktplatz eine von allen akzeptierte Lösung zu finden, aber auch hier ist es längst der „Point of no Return“, der überschritten wurde und auch dort sind handfeste Zuschüsse längst zugesagt. Statt der erst diskutierten 4,5 Millionen Euro kommt man da hoffentlich mit zwei Millionen Euro zu einem neuen Zentrum mitten in der Stadt.

Jeder Isnyer weiß, was Archäologen sind. Immerhin haben sie nun schon jahrelang in Isny ihre Grabungen durchführen können. Den Engpass am Marktplatz hatten wir ihnen zu verdanken, gut geplant war alles auf jeden Fall. Jetzt sind sie auch im Hallgebäude fertig geworden und die Firma Dobler kann das völlig entkernte Gebäude nun innen ausbauen.

Manfred Schubert

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