Berührende Geschichten am Stand

70 Jahre Israel: Allgäuer Israelfreunde informieren über das Heilige Land

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Maria Magdalena Krüger, Manuel Eggert und Michael Eggert sind Freunde Israels. Am 70. Jahrestag der Gründung Israels im Jahr 1948 informierten alle Drei interessierte Passanten auf dem August-Fischer-Platz über das Leben in Israel.

Kempten – Abseits politischer Spannungen wie derzeit zwischen Israel und dem Iran, gibt es ein normales Leben der Menschen in Israel. Hierüber möchte traditionell der Israeltag in Kempten informieren. Und so hatten zum 7. Mal die Mitglieder der Allgäuer Israelfreunde einen bunten Infostand vis à vis des „Forum Allgäu“ aufgebaut.

„Die Menschen kommen zu uns an den Stand und möchten mehr darüber erfahren, wie das alltägliche Leben in Israel ausschaut. Was essen die Menschen? Welche Feste feiern sie? Womit verbringen sie ihre Freizeit? All diese Fragen versuchen wir den Menschen zu beantworten“, sagt Andreas Eggert, der Vorsitzende der Allgäuer Israelfreunde. Dazu können landestypische Spezialitäten am Stand verköstigt und dargebrachte Waren wie Wein und Öl bei Musik aus dem Heiligen Land begutachtet werden. 

Am Vormittag demonstrierten Jugendliche einer Memminger Sportschule Übungen des Krav-Maga-Selbstverteidigungssystems. Krav Maga ist das offizielle Selbstverteidigungs- und Nahkampfsystem des israelischen Militärs. Da sich Krav Maga durch einfache, natürliche Bewegungsmuster, die schnell zu erlernen sind, auszeichnet, erfreut es sich auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit.

Mit am Stand vertreten ist Hans Reissmüller vom Reisebüro „One World“ aus Altusried. Reissmüller organisiert unter anderem Reisen in das Heilige Land. „Seit ich selbst vor vielen Jahren in Israel war, bin ich von diesem Land und seinen Menschen begeistert“, sagt der Weltenbummler und fügt hinzu: „Deutsche Touristen haben in Israel nichts zu befürchten. Die Menschen sind weltoffen und gastfreundlich und die Landschaft ist sagenhaft, vergleichbar den Naturlandschaften in New Mexico.“ 

Auch nur Gutes über Land und Leute kann Christian Seebauer berichten. Er hatte eine 60 Tage lang andauernde Wanderung quer durch Israel immer entlang des Israel National Trail unternommen. Die besondere Herausforderung bei diesem Weg zu sich selbst war, dass Seebauer ohne einen Cent reiste. Nur mit dem Nötigsten ausgestattet hatte er sich bei bis zu 45 Grad zu Fuß auf die Reise durch endlose Weiten im Hinterland des Heiligen Landes gemacht. „Ich habe nie um Geld gebettelt, aber ich habe die Menschen um etwas zu Trinken und zu Essen gebeten. Dabei wurde ich nicht ein einziges Mal abgewiesen“, berichtet Seebauer, der sein Unterfangen auch als Reise zu sich selbst und Gott verstand. Einmal war der Wanderer einem Menschen begegnet, von dem er erfuhr, dass er seine Eltern durch die Shoah verloren hatte. 

Christian Seebauer empfand es als notwendig, sich zu erklären, zu sagen, er sei ein Deutscher aus Dachau. Daraufhin habe der Mann ihn umarmt. Der Mann sagte, er sei froh, einen Menschen wie Seebauer getroffen zu haben. „Ich hatte mein Leben lang Angst, einen Deutschen anzusprechen, diese Angst ist nun vorbei.“

Jörg Spielberg

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