Jubiläum der Reformation in Isny

Ein Jahr voller Termine

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Pfarrer Dietrich Oehring mit einem Replikat des Straßburger Gesangbuches. Davon gibt es weltweit noch zwei Exemplare, das Isnyer Exemplar geht für ein halbes Jahr zu einer Ausstellung nach Straßburg.

Schon früh nach der sattsam bekannten Veröffentlichung seiner 95 Thesen hat Martin Luther mit seinen Bemühungen um die Reformierung der Kirche auch in Isny Fuß gefasst.

Isny war fast von Anfang an mit dabei, als sich die „Protestanten“ zusammenfanden, um die Erneuerung der katholischen Kirche zu erreichen und sich im Zweifelsfall davon los zu sagen.

Das muss natürlich auch entsprechend begangen werden. Dafür hat sich eine ganze Reihe von Anlässen ergeben die, vom Wandel des Protestes und dem Weg zu den verschiedenen Auslegungen bis hin zur heutigen Ökumene, dargestellt werden können. Von März bis Oktober sind die Veranstaltungen eingeplant, die von Konzerten bis zu Theateraufführungen reichen. In einem ausführlichen Pressegespräch mit den meisten der Beteiligten erläuterte die Leiterin der Abteilung Tourismus der Isny Marketing GmbH, Margret Kaiser, die Veranstaltungen genauer. Begonnen wird am 25. März mit einem Konzert in der Nikolaikirche – Hebräische Lieder und Instrumentalmusik des 17. Jahrhunderts mit dem Spitzenensemble „Profeti della Quinta“. Am 30. März folgt die Buchvorstellung „Chronik des Klosters St. Georg zu Isny“, in dem auf die Klosterchronik zurückgegriffen wurde, die im Archiv der Familie von Quadt verwahrt wurde. Die lateinischen Texte und eine Übersetzung ins Deutsche sind darin enthalten und bieten einzigartige Einblicke in sieben Jahrhunderte Klostergeschichte. Es ist ein ganz schöner „Wälzer“ geworden, denn zu berichten gab es im Widerstreit des Benediktinerklosters und der evangelischen Stadt nicht nur im theologischen Bereich. Dann folgt die Stadtführung als Schauspiel „Von Recht- und Wüstgläubigen“ – Leben in Isny in der Reformationszeit. An fünf historischen Orten wird in verschiedenen Szenen aus dem damaligen Leben in Isny aufgeführt. Die Proben dafür laufen schon längere Zeit.

Auch die Predigerbibliothek steht im Fokus der Ereignisse. Dort liegt ein Schatz an alten Schriften, die zur Benutzung der Pfarrer und Laien benutzt wurde, um „vernünftige“ Gottesdienste abhalten zu können. Ein ökumenisches Konzert folgt am 20. Mai in der Nikolaikirche. Die Kantaten und Choräle werden von der Stadtkapelle Isny, der Chorgemeinschaft Isny, dem Posaunenchor Isny und dem katholischen Kirchenchor vorgetragen. Auch Hans-Christian Hauser hat etwas dazu beigetragen. Sein szenisches Oratorium wird zur Eröffnung des Opernfestivals in der Nikolaikirche vorgetragen und auch die Oper selbst (vom 28.Juni bis 2. Juli) hat einen direkten Bezug zu der Geschichte der Reformation. „Die Hugenotten“ von Giacomo Meyerbeer stehen in diesem Jahr auf dem Programm. Außerdem hat Hauser für den 30.Juni um 20 Uhr ein Kammerkonzert im Kurhaus angesetzt. „Alte Musik für junge Leute mit der „Capella de la Torre“ folgt am 21. Juli.

Dr. Heiner Geißler mit seinem Buch „Was müsste Luther heute sagen?“ ist für den 28. September angesagt. Adolf Wetzel, Vorsitzender der Opernbühne Württembergisches Allgäu, bringt die „Lutheroper“, komponiert im Jahre 2000 von Kari Tikka in der Nikolaikirche zur Aufführung. Die Reformationssymphonie von Felix Mendelssohn-Bartholdy hat am 14. Oktober eine Aufführung und am 28. Oktober steht die szenische Gestaltung „Von Recht- und Wüstgläubigen“ noch einmal auf dem Programm.

Alle Karten zu den einzelnen Aufführungen sind über die Isny Marketing GmbH zu beziehen. Dort kann man auch erfahren, wer für die einzelnen Aufführungen verantwortlich zeichnet.  Manfred Schubert

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