Von der „Kulturwoche“ zur „Kunstausstellung“

Seit 70 Jahren präsentieren Allgäuer KünstlerInnen ihre Werke zur Festwoche

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Zur Ausstellungseröffnung wurden mehrere Preise vergeben.

Kempten - Was vor 70 Jahren als „Kulturwoche“ begann, „hat sich im Laufe der Jahrzehnte als „Kunstausstellung im Rahmen der Allgäuer Festwoche“ zu einer wahren Erfolgsgeschichte entwickelt“, schwärmte OB Thomas Kiechle in seiner Rede zur diesjährigen Vernissage und lieferte gleich „nackte Zahlen“ dazu. 

Seit 1949 haben Künstlerinnen und Künstler rund 28.300 Kunstwerke zur Ausstellung eingereicht, insgesamt 7.783 wurden von den Jurys für die Ausstellungen ausgewählt. Rund 5000 Besucherinnen und Besucher strömen jährlich in die Ausstellungsräume. Aber vor allem gewähre diese Ausstellung „einen einzigartigen Einblick in die regionale Kunstszene“. Gerade die Vielfalt, bestehend aus Gemälden, Malereien und Fotografien über räumliche Installationen und Skulpturen bis hin zu Grafiken und Videos, sind für Kemptens Oberbürgermeister „eines der Markenzeichen der Kunstausstellung“. 

70. Kunstausstellung zur Allgäuer Festwoche eröffnet

 © Tröger
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Neben dem 70. Jubiläum der Ausstellung selbst wies er auf zwei weitere Jubiläen hin: 50 Jahre Bürgerpreis – seit 1981 Thomas-Dachser-Gedenkpreis – sowie 15 Jahre Publikumspreis, der in diesem Jahr von der Kara Brew Bar gestiftet wird. Es seien nicht zuletzt die gut dotierten Kunstpreise, die für die KünstlerInnen motivierend seien. 

Konzeptionell wie örtlich habe die Ausstellung mehrfach Neuerungen erfahren, erinnerte Kiechle an den Umzug vom Hofgartensaal in den Marstall. Als inzwischen „feste Institution im Kemptener Kulturjahr“ bietet die Festwochen-Kunstausstellung „ein verlässliches, überraschendes und vielfältiges Kunstangebot“, zeigte sich Kiechle davon überzeugt, dass sie auch in diesem wie „hoffentlich in vielen kommenden Jahren“ ebenso „begeistern, berühren und zum Nachdenken anregen“ werde. 

Den Kunstpreis der Stadt Kempten überreichte an Markus Pieper aus Röthenbach, der diesen Preis bereits 2010 schon einmal erhalten hatte – „ein sehr seltener Fall“, wie Kiechle meinte. Der im Westallgäu aufgewachsene Künstler habe die Jury „mit zwei technisch äußerst präzisen Zeichnungen überzeugt: „Baumhaus“ und „Waldarbeiter II“. Piepers „Liebe zur heimischen Natur“ sehe man auch seiner Kunst an, die etwas Geerdetes an sich habe. Pieper studierte nach seiner Ausbildung zum Steinmetz und Steinbildhauer an der Akademie der Bildenden Künste in München auf Staatsexamen und kehrte anschließend ins Westallgäu zurück, um als Kunsterzieher am Bodensee-Gymnasium Lindau zu arbeiten. Neben dem Kugelschreiber arbeitet er meist mit Zeichenstiften und Pinseln, am liebsten mit Ölfarben. 

Den Thomas-Dachser-Gedenkpreis überreichte Dachser-CEO Bernhard Simon an Kathrin Ganser für „Digitale Ruinen Muc (BN#1 und 2); den Förderpreis der Dr.-Rudolf-Zorn-Stiftung überreichte Museumsleiterin Dr. Christine Müller-Horn an Sebastian Mayrhofer für „interface area“ und das Ausstellungsstipendium der Sparkasse Allgäu überreichte Vorstand Manfred Hegedüs an Till Schilling für seine Installation „Being“. 

Mit stimmungsvollen Tanzeinlagen aus dem Hause Kari Dance und Musik mit der Sängerin Leonie Leuchtenmüller am Mikrofon genossen die zahlreichen Vernissagegäste eine kurzweilige Ausstellungseröffnung im Innenhof der Residenz bevor sie nach und nach durch den Hofgarten zum Marstall schlenderten, um ihre Favoriten in der Ausstellung auszuspähen – auch diesmal gibt es natürlich Publikumspreis bei der Finissage. Und musikalische Umrahmung gab es hier mit Zoe am Mikro. Die Ausstellung läuft bis 21. September. Sie ist während der Festwoche täglich von 10-18 Uhr  geöffnet, danach zu den Öffnungszeiten des Museums Di-So, 10 bis 16 Uhr. Der Eintritt ist frei.  

Christine Tröger

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