"Lass nicht locker"

Ehepaar Thurnbauer feiert "Diamantene Hochzeit"

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Das Jahr 1957: In Brüssel wurde das Atomium gebaut, in den Kinos lief „Die Brücke am Kwai“, Borussia Dortmund wurde Deutscher Meister und das Ehepaar Adolf (l.) und Juliane (r.) Thurnbauer gaben sich in Kempten das Ja-Wort.

Kempten – „Lant it luck“, sagt Adolf Thurnbauer und meint damit, man darf nicht lockerlassen im Leben. Nicht lockergelassen hatte Adolf Thurnbauer vor 60 Jahren, als er seine ihm anvertraute große Liebe Juliana Königsberger heiratete.

1955 beim Tanze im Café Kreuzgarten hatte er seine heutige Ehefrau kennen und lieben gelernt. „Ich mochte an ihr ihr ruhiges, bescheidenes Wesen“, antwortet Thurnbauer auf die Frage, warum es gerade Juliane Königsberger war, die er zur Frau nehmen wollte.

Heuer jährt sich die Ehe der beiden zum 60ten Male und es wurde gehörig gefeiert im Hause Thurnbauer. Zu den Gratulanten zählte am Montagvormittag auch die Presse und vor dieser erzählten beide aus ihrem gemeinsamen Leben, 60 Jahre Seite an Seite. Dabei hätte es den gebürtigen Allgäuer Adolf Thurnbauer fast aus der Heimat verschlagen, arbeitete er doch in den 1950er Jahren für eine Zeit lang als Bergmann in einer Kohlenmine im Ruhrgebiet. Aber er kehrte zurück und lernte seine Ehefrau Juliana kennen, die ihm drei Kinder schenkte: die Töchter Lydia und Antonie und den Sohn Jürgen-Thomas. Diese haben ihren Eltern bereits vier Enkel und drei Urenkel beschert. Adolf Thurnbauer begann seine berufliche Karriere bei der Deutschen Bahn, wo er verbeamteter Betriebsaufseher wurde.

Zwei Weltenbummler

Ihre Freizeit genoss das Ehepaar bis vor einigen Jahre in einem Schrebergarten, wo eigenes Obst und Gemüse geerntet wurde. Aber auch die Ferne lockte die Eheleute Thurnbauer stets und so bereiste man die halbe Welt. Australien, Neuseeland, Russland, China, Südamerika und Afrika waren unter anderem die Destinationen der beiden Weltenbummler und wenn Adolf Thurnbauer von seinen vielen Reisen erzählt, beginnen seine Augen zu funkeln. Viele kleine Geschichten aus aller Welt haben sich in seinem Kopf festgesetzt und sind stets abrufbar, wie es der 82-jährige gebürtige Kemptner sagt. Nun „arbeiten“ beide auf die „Eiserne Hochzeit“ in fünf Jahren hin und sind optimistisch, dass sie dieses weitere Jubiläum ihrer Ehe feiern können.

Von Ministerpräsident Horst Seehofer erhielten die beiden ein Glückwunschschreiben und Kemptens 2. Bürgermeisterin Sibylle Knott überreichte den Jubilaren als Geschenk der Stadt Kempten sechs Flaschen Wein aus der Partnerstadt Bad Dürkheim.

Jörg Spielberg

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