Tanja Thalmeier führt ab Juli zusammen mit Dalla Torre die Geschäfte

Neue Doppelspitze bei der BSG

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Über die Wahl von Tanja Thalmeier (Mitte) als erste Frau im Vorstand der BSG-Allgäu freuen sich Vorstandsvorsitzender Mario Dalla Torre (links) und Aufsichtsratsvorsitzender Herbert Schiek (rechts).

Kempten – „Wir haben eine Persönlichkeit gesucht“, vor allem mit Erfahrung in der Wohnungswirtschaft, Engagement, Durchsetzungsvermögen sowie Sozialkompe- tenz.

Herbert Schiek, Aufsichtsratsvorsitzender der Bau- und Siedlungsgenossenschaft (BSG)-Allgäu zeigte sich deshalb glücklich über die einstimmige Entscheidung des Aufsichtsrates, Tanja Thalmeier zum weiteren hauptamtlichen Vorstand zu berufen. 

Neben ihren auch persönlichen Qualitäten habe sie einen weiteren entscheidenden Vorzug: „Wir wissen wie sie tickt“, schmunzelte er und lobte sie als „hellwach, ungeheuer engagiert und durchsetzungsstark“. Auch die 37-Jährige kennt die Genossenschaft praktisch wie ihre Westentasche. Vor exakt 20 Jahren hat sie bei der BSG-Allgäu ihre Ausbildung zur Immobilienkauffrau begonnen, setzte unter anderem ihren Fachwirt in Immobilienwirtschaft sowie eine Ausbildung zur Betriebswirtin drauf und ist seit 2007 als Prokuristin im Unternehmen tätig. 

Ab Juli wird Thalmeier nun die erste Frau im hauptamtlichen Vorstand der BSG-Allgäu sein und mit Vorstandsvorsitzendem Mario Dalla Torre als Doppelspitze die Geschäfte führen. Damit schlägt die BSG-Allgäu sozusagen gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Denn zum einen, so Schiek, habe der Aufsichtsrat im Einvernehmen mit dem Vorstand beschlossen, aufgrund der Größe der Genossenschaft – unter den 330 Baugenossenschaften in Bayern „ist die BSG-Allgäu die aktivste und wirtschaftlich erfolgreichste“ – und der durch die Vielfalt der Aufgaben „deutlich gestiegenen Arbeitsbelastung und Verantwortung des Vorstandes“ einen weiteren hauptamtlichen Vorstand zu bestellen. 

Zum anderen sei das altersbedingte Ausscheiden Dalla Torres im Lauf der nächsten Jahre absehbar. Auf die öffentliche Ausschreibung seien 31 Bewerbungen aus ganz Deutschland eingegangen, von denen sechs Bewerber und eine Bewerberin zu Vorstellungsgesprächen im Beisein des Vorstandes eingeladen worden seien. 

Nahtloser Übergang 

Dass der Vorstand zwar nicht an der Entscheidung beteiligt gewesen sei, aber an der Vorauswahl, freut Dalla Torre besonders, denn „der Aufsichtsrat hätte auch einfach bestimmen können“. Da die Aufgaben eines Prokuristen andere seien als die eines Vorstands, wolle er die Zeit nun nutzen, um Thalmeier, deren Wahl „auch absolut im meinem Sinne ist“, noch fehlende Dinge beizubringen und dadurch für einen nahtlosen Übergang zu sorgen. 

Fast ein wenig gerührt wirkte Thalmeier angesichts des Vertrauensbeweises und auch dass die Mitarbeiter der BSG-Allgäu „voll hinter der Entscheidung stehen“. Sie habe nicht nur immer Chancen bekommen, sich weiter zu entwickeln, sondern auch die Möglichkeit gehabt die Arbeit und ihr Familienleben mit Mann und siebenjähriger Tochter unter einen Hut zu bekommen, bekundete sie ihre Verbundenheit.

Christine Tröger

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