Baukultur in der Mitte der Gesellschaft

Jahreshauptversammlung des architekturforum allgäu 2019 in der Schloßmühle Liebenthann

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Doris Riedmiller, Alexander Rissmann, Gerhard Pahl, Wolfgang Seitz, Rainer Lindermayr, Heidi Frank-Krieger, Franz G. Schröck (Geschäftsführer), Monika Sparakowski, Peter Geiger und Florian Gayer-Lesti.

Landkreis – Für seine Jahreshauptversammlung sucht sich das architekturforum allgäu jährlich besondere Orte in der Region aus.

Nach dem Bonatz-Haus südlich von Oberstdorf 2018 fiel die Wahl in diesem Jahr auf die Schloßmühle Liebenthann zwischen Obergünzburg und Ronsberg. Bei einer vorgeschalteten Besichtigung schilderte Eigentümer Steffen Haid in eindrücklicher Weise den Werdegang vom Abbruchobjekt zum jetzigen baukulturellen Juwel. 

In seiner Begrüßung bescheinigte 1. Vorsitzender Gerhard Pahl dem Verein ein gesundes Wachstum, das derzeit 255 Baukultur-Interessierte als Mitglieder aufweist. Vor allem die rege Fraktion der „Jungen“ macht Hoffnung auf eine tragfähige Zukunft. Nach der Vorstandklausur 2017 wurden vier Projektgruppen ins Leben gerufen, die sich drängenden Zukunftsfragen (u. a. in den Bereichen Finanzierung und Strategie) widmeten und deren erste Arbeitsergebnisse er vorstellen konnte. Im Anschluss berichten die Vorstandsmitglieder von den vielfältigen Aktivitäten des Vereins im vergangenen Jahr. So vom renommierten „baupreis allgäu“, der 2018 bereits zum vierten Mal als Bauherrenpreis verliehen werden konnte, samt einer Wanderausstellung dazu. 

In die laufende Tourismusdiskussion brachte sich der Verein durch sein Mittun an der Interreg-Studie „Architektur und Tourismus im Allgäu und im Außerfern“ und beim Tourismusforum Ostallgäu ein. Leider vergeblich eingesetzt hatte sich der Verein für den Erhalt des „Löwen“ in Oy und der denkmalgeschützten „Alte Schule Bühl“, die beide zum Abriss freigegeben wurden. In Immenstadt konnte die Ausstellung „Constructive Alps“ zu herausragenden nachhaltigen Bauwerken im Alpenbogen gezeigt werden. Mehrere Vortragseinladungen, die Teilnahme am Baukulturkonvent der Bundesstiftung Baukultur in Potsdam und zur „Biodiversität von Siedlungsräumen in Vorarlberg“ unterstrichen die nationale und internationale Vernetzung des Vereins. Nach den Beiträgen der Beiräte gab Geschäftsführer Franz G. Schröck einen Ausblick auf die geplanten Aktivitäten im laufenden Jahr: Zentrale Vorhaben sind ein Relaunch der Homepage und eine Buch-Publikation zur „Umnutzung von Bauernhöfen und landwirtschaftlichen Nutzbauten“. 

Ergänzend dazu wird es eine Wanderausstellung zur qualitätvollen Gestaltung von Freilaufställen in den „Grünen Zentren“ im Allgäu geben. Die Schnittstelle zwischen Architektur und Gestaltung thematisiert weiterhin die Reihe „Kunst und öffentlicher Raum“ in den Kemptener Kunstarkaden. Besonderes Augenmerk liegt weiterhin auf gemeinsamen Projekten mit Schüler/inne/n und Studierenden. Allesamt Aktivitäten, die dazu beitragen sollen, das wichtige Thema der Baukultur in der Mitte unserer Gesellschaft zu verankern. Finanzvorstand Rainer Lindermayr berichtete danach zum Haushaltsabschluss für das Jahr 2018. 

Die Finanzsituation des Vereins, die neben Mitgliedsbeiträgen dankenswerterweise auf Sponsorengeldern gründet (also keine öffentlichen Mittel in Anspruch nimmt), ist solide, die Arbeit der Geschäftsstelle in der bisherigen Teilzeit-Konstellation gesichert. Nach Entlastung des Vorstandes, der Kassenprüfer und des Schatzmeisters fanden die Neuwahlen zum Vorstand statt. Hier wurden mit einer Ausnahme alle bisherigen Mitglieder im Amt bestätigt, lediglich die als Netzwerkknoten-Sprecherin für Memmingen ausgeschiedene Rita Holzheu wird von Wolfgang Seitz abgelöst und die Stelle des früheren Kemptener Netzwerkknoten-Sprechers Wolfgang Braig von Peter Geiger interimsmäßig besetzt. 

Franz Schröck

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