Verein hält zusammen

Großes Engagement für das Viertel

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Die „Wir in Kottern“-Vorstandschaft zusammen mit Kemptens OB Dr. Ulrich Netzer (links). In der Mitte Margit Mösle und Monika Filser. Sie wurden für ihre langjährige Vereinsmitgliedschaft ausgezeichnet.

Kempten – Den Stadtteil beleben und neue Perspektiven setzen: Für „Wir in Kottern“ ist das zugleich Ziel und Motivation. Bereits seit 1990 engagiert sich der Verein für die positive Entwicklung des ehemaligen Arbeiterviertels.

Wie jedes Jahr haben sich die Mitglieder im Rahmen der Hauptversammlung im Vereinsheim des TSV Kottern versammelt. Bilanz für 2012 ziehen und eine Vorschau auf 2013 liefern – das war das Anliegen der gemeinsamen Sitzung.

Zu den Gästen zählte auch OB Dr. Ulrich Netzer (CSU). Mit ihm und der Stadt pflegt der Verein seit vielen Jahren engen Kontakt, um Wünsche und Anliegen mitzuteilen, und um sich auszutauschen. „Wir wollen uns auch im kommenden Jahr mit voller Kraft für den Stadtteil einsetzen“, so der 1. Vorsitzende, Werner Wittmann. Ob Sommerfest in Kottern, Standkonzert mit dem Musikverein oder Weihnachtsmarkt – „im Stadtteil wird auch in diesem Jahr einiges geboten sein“, kündigte Wittmann an.

Marcel Bockholt informierte anschließend über die Förderabteilung der Grundschule Kottern-Eich. 2013 sollen zum Beispiel neue Spielgeräte ange- schafft werden. Außerdem unterstützt die Abteilung weiterhin Schullandheimfahrten oder garantiert die Mittagsbetreuung. Für den Bereich Kindergarten „Kotterner Flohkiste“ ergriff anschließend Sarah Weber das Wort. Bereits im Frühjahr dürfen sich die Kleinen über ein neues Spielhaus freuen, gefolgt von einem ganz neuen Projekt – „Das Rezeptbuch der Kindergartenmütter“. Die Idee: Ein Kochbuch, das keine nationalen Grenzen kennt, in allen Sprachen. Alle Nationalitäten vereint.

Gemeinsames Kochen

Zu guter letzt sprach Gerda Renner-Hesse für das Mehrgenerationenhaus in Kottern. Die Perspektive für das laufende Jahr: Solange der Umbau der Schule noch nicht beendet ist, werden die Kinder mittags im Bürgertreff versorgt. Zudem bietet das Mehrgenerationenhaus Spiele-Nachmittage und Bastelworkshops. Außerdem soll ein ganz neues Projekt für ein erlebnisreiches Miteinander der Nationalitäten und Generationen sorgen. „Man ist, was man isst!“ Der Kerngedanke dabei: Frauen mit unterschiedlichem Migrationshintergrund kochen miteinander. Das schafft nicht nur kulinarischen, sondern auch sozialen Austausch. Austausch gab es im Anschluss übrigens auch auf Mitgliederebene. Zum neuen Schriftführer des Vereins bestimmten die Anwesenden einstimmig Leonard Mösle. Für ihr langjähriges Vereinsengagement wurden außerdem Margit Mösle und Monika Filser mit der bronzenen Ehrennadel ausgezeichnet.

Aber was wäre eine Jahreshauptversammlung ohne Diskussion? Der musste sich OB Netzer am Ende des Abends stellen. Ob neue Straßen für Kottern oder Beschwerden zum Thema Lärmbelästigung – Netzer hatte für alle Fragen ein offenes Ohr. Die Mitglieder ergriffen die Chance und brachten ihr Anliegen zur Sprache. Ganz nach dem Vereinsmotto: Damit aus Reden auch Handeln werden kann.   Nadja von Thaden

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