Landwirte sollen Druck auf die Politik machen

Widerstand gegen Auflagen

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Gastgeber und Gäste der Jahreshauptversammlung des Ortsverbands Kempten des Bayerischen-Bauern-Verbands (BBV): (v. li.): Erich Krug (Geschäftsführer), Manfred März (Kassier), Andreas Gartmann (Beisitzer), Leopold Herb (Obmann), Josef Lerchenmüller (Beisitzer), Martina Hämmerle (Ortsbäuerin), Franz Ott (Kassenprüfer) und die beiden Stadträte Johann Lederle und Richard Hiepp.

Kempten – Zur Jahreshauptversammlung des Ortsverbands Kempten des Bayerischen-Bauern-Verbands (BBV) trafen sich Mitglieder und Gäste im Restaurant Waldhorn im Kemptener Westen. Der Obmann der Kemptener Landwirte, Leopold Herb, begrüßte Mitglieder aus den drei Stadtbereichen St. Mang, St. Lorenz und Kempten. Aktuell gibt es im Stadtgebiet 104 landwirtschaftliche Betriebe, 67 davon sind Milchviehhalter.

Sehr erfreut zeigte sich Herb über die Anwesenheit von Bürgermeister Josef Mayr und den Stadträten Johann Lederle und Richard Hiepp und übergab das Wort an Ortsbäuerin Martina Hämmerle. Sie präsentierte den Jahresrückblick der Aktivitäten der Landfrauen mit Ersthelferkurs, Festwochenstand und der Besichtigung der Baumhäuser in Betzigau. „Richtig gut geworden ist der Hundekotflyer, der demnächst in Kempten und im Oberallgäu verteilt wird“, freute sich Hämmerle. Im Jahresrückblick von Herb fanden zahlreiche Aktivitäten Erwähnung wie das Treffen mit Oberbürgermeister Thomas Kiechle. Im Zusammenhang mit dem Thema Flächenverbrauch wurde auch das Neubau-Gebiet Halde-Nord angesprochen. Enttäuscht zeigte sich Herb über die Infoveranstaltung zum Bibermanagement im Frühjahr in Sonthofen und bekam Unterstützung von Kemptens drittem Bürgermeister, der dazu aufforderte den Schutzstatus des Bibers zu überdenken. Neben den Dauerbrennern Milchpreis und Düngeverordnung berichtete der Bauernobmann über Schwierigkeiten bei den Fristen zur Enthornung der Kälber und das fehlende finanzielle Engagement des Handels für die Initiative „Tierwohl“.

Herb und Bürgermeister Mayr dankten Ortsbäuerin Hämmerle für ihre Ideen zum Hundekotflyer und brachten die Hoffnung zum Ausdruck, dass möglichst viele Hundebesitzer diese Info beherzigen mögen. Im Anschluss an die neuesten Förderrichtlinien, die von Wolfgang Natterer vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) vorgestellt wurden, präsentierte Erich Krug aus der Bauernverbands-Geschäftsstelle die aktuellen Brennpunkte aus Sicht der Landwirtschaft. Neben dem extrem niedrigen Milchpreis und dem Ausfall des bedeutenden Exportmarkts Russland war das die Sorge um überzogene Auflagen zum Umweltschutz. Hier appellierte Krug an die Verbandsmitglieder Kontakte zu Politikern zu nutzen, um zu verhindern, dass die Landwirtschaft mit verschärften Umweltauflagen erschwert oder gar unmöglich gemacht werde. Obmann Leopold Herb beendete die Jahreshauptversammlung mit der Einladung zur Versammlung mit Wahlen im Dezember.

Michael Schropp

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