"Gut angelegtes Geld"

Jahreshauptversammlung des Stadtverbandes der Kemptener Sportvereine

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OB Thomas Kiechle (r.) verwies auf die erfolgreichen Projekte des Stadtverbandes der Kemptener Sportvereine und auf den segensreichen Einfluss des Breitensports auf das soziale Miteinander in einer Stadt. Im Vordergrund Kemptens 3. Bürgermeister Josef Mayr (l.).

Kempten – Einmal im Jahr treffen sich die Mitglieder des Stadtverbandes der Kemptener Sportvereine zu ihrer Jahreshauptversammlung. In diesem Jahr versammelten sich die Akteure in der Gaststätte „Zum Stift“. Neben Verantwortlichen aus den Vereinen erschienen auch Vertreter der Stadt Kempten.

Begrüßt wurden die Anwesenden durch die Verbandspräsidentin Hilde John. Aktuell hat der Stadtverband der Sportvereine 49 Mitglieder, von denen 35 der Sportförderung würdig sind. Im Jahr 2017 wurden diese Vereine mit 140.000 Euro Barzuschüssen gefördert, insgesamt beliefen sich die Zuwendungen der Stadt Kempten im Bereich Sport auf rund eine Million Euro Euro. Themen des Abends waren unter anderem das Spuren von Loipen, die geplante Dreifachsporthalle, der Sportplatz Riederau und die angedachten neuen Sportanlagen für den Ortsteil Heiligkreuz. Auch ein Rückblick auf die Sport-Gala 2018 durfte nicht fehlen. Dabei konnte als Termin der nächsten Sport-Gala der 19. Januar 2019 verkündet werden.

Erfolgreiche Projekte

In seinem Grußwort erinnerte OB Thomas Kiechle an die erfolgreichen Veranstaltungen, die unter der Regie des Städtischen Sportverbandes stehen, wie die Sport-Gala, das Jugendfußballturnier „Cambodunum Cup“ und die Beteiligung am Sport- und Familientag. Der „Cambodunum Cup“ wird in diesem Jahr mit einer Rekordteilnahme von 60 Vereinen aufwarten können. Das Turnier wird vom 1. bis 3. Juni auf den Sportanlagen des SV Lenzfried, des SV Heiligkreuz, des TSV Kottern und im Illerstadion ausgetragen. 

Der Sport- und Familientag findet heuer am 15. September in der Kemptener Innenstadt statt. Kiechle sprach dezidiert zum Stand der Dreifachsporthalle am Standort Hildegardisgymnasium an der Lindauer Straße. „Der Bau der Dreifachsporthalle ist ein Meilenstein in der Sportgeschichte Kemptens und mit dem klaren Beschluss zum Standort Lindauer Straße konnte ein Durchbruch erzielt werden. Immerhin wird die Stadt Kempten für diesen Bau einen zweistelligen Millionenbetrag investieren.“ Nach einem Treffen mit Anliegern im März diesen Jahres im Kornhaus, wird nun im Juli die Bauvoranfrage gestellt werden und die Sache dem Planungs- und Bauausschuss übergeben. Kiechle rechnet mit einer Fertigstellung der Dreifachsporthalle zum Ende des Jahres 2021, spätestens aber im Laufe des Jahres 2022.

Ebenso berichtete der OB von einem kürzlich erhaltenen Brief des TV Kempten, in welchem dieser zum Ausdruck bringt, vom geplanten Bau der Schnitzelgrube endgültig abzusehen. Kiechle verwies in seiner Ansprache noch einmal auf die Fähigkeit des Breitensports, die Menschen einer Stadt miteinander zu verbinden, so dass die in 2017 ausgegebenen 1,2 Millionen Euro in diesem Bereich gut angelegtes Geld seien.

Als nächster Redner trat Bürgermeister Josef Mayr auf. Dieser äußerte gegenüber den Vereinsverantwortlichen die Bitte, sich im Jubiläumsjahr „200 Jahre Vereintes Kempten“ mit möglichst vielen Teilnehmern am Benefizlauf zu Gunsten der Stiftung für Körperbehinderte im Rahmen der diesjährigen Allgäuer Festwoche am 15. August anzumelden.

Mehr Teilnahme erwünscht

Weitere Tagungsordnungspunkte waren die Berichte aus den Arbeitskreisen „Rasensport“ und „Hallensport“, der Kassenbericht, der Bericht des Kassenprüfers und die Wahl von Stefan Sommerfeld zum neuen Schriftführer. Der Kassenbericht wies für das Jahr 2017 ein Minus von 3217 Euro auf, die Kassenführung wurde vom Kassenprüfer als sehr gut bezeichnet und so wurde am Abend im Stift der Vorstand durch die anwesenden Mitglieder ohne Gegenstimme entlastet. 

Etwas Wasser in den Wein goss zum Abschluss das Kemptener Sport-Urgestein Benno Glas (BLSV-Kreisverbandsvorsitzender): „Wenn der Stadtverband der Sportvereine eine finanzielle Unterstützung organisiert und gewährt, kann erwartet werden, dass es die begünstigten Vereine schaffen, am Abend der Jahreshauptversammlung einen ihrer Vertreter zu entsenden.“ Neben den Vertretern der Stadt fanden geschätzte 15 Vereinsverantwortliche den Weg zur Jahreshauptversammlung.

Jörg Spielberg

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