"Leben ohne Ehrenamt ist möglich, aber..."

Freunde der Kemptener Museen blicken auf das Jahr 2017 zurück

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Der fkm ist stolz auf seine neue, zeitgemäße Website (www.fkm-kempten.de, im Hintergrund zu sehen). V.l.n.r.: Kassenwart Peter Baldauf, Helmut Domnik (Beisitzer), Margarethe Gradmann, Dr. Christine Müller-Horn, Annemarie Simon (Gründungsmitglied und Beisitzerin), Eckhard Rieper (Beisitzer) und Schriftführer Willibald Herrmann.

Kempten – Der Verein Freunde der Kemptener Museen (fkm) blickte bei seiner Jahreshauptversammlung auf ein ereignisreiches Jahr 2017 zurück. Ein Meilenstein des Jahres 2018 wird die Schließung des Allgäu Museums zum 1. Dezember und der danach beginnende Umzug ins neue Stadtmuseum im Zumsteinhaus.

Der Verein Freunde der Kemptener Museen feiert heuer sein 30-jähriges Bestehen. Er gehöre zu „den Vereinen mit einem großen Verantwortungsrahmen“, betonte Bürgermeister Josef Mayr, der selbst Mitglied des Vereins ist, in seinem Grußwort. Im Namen der Stadt dankte er den Vorständen, allen voran der 1. Vorsitzenden Margarethe Gradmann, für ihren unermüdlichen Einsatz und ihr großes Engagement. Man könne sich kaum vorstellen, wie viel Arbeit, Mühe und Zeit hinter der Arbeit des Verein stecke, so Mayr. „Wenn ich Frau Gradmann anschaue, kommt mir der Satz in den Sinn: ‚Ein Leben ohne Ehrenamt ist möglich, aber es ist völlig sinnlos‘“, so Mayr schmunzelnd.

Die Vorsitzende selbst ließ einige Stationen des Jahres 2017 Revue passieren. So hatte der Verein, der aktuell 345 Mitglieder zählt, mehrere sehr gut angenommene Kunst- und Kulturfahrten durchgeführt. Die regelmäßigen Sonntags-Vorträge seien „mit 40 und mehr Zuhörern immer sehr gut besucht“, freute sie sich. Leider sei diese bei den Mittwochsvorträgen – früher „Stammtisch“ genannt – nicht der Fall, weswegen diese Ende 2018 eingestellt würden, sofern keine merkliche Steigerung des Interesses zu verzeichnen sei. 

Ganz besonders gut angenommen worden sei die Ausstellung „Heinz Schubert – Malerische Streifzüge durch Kempten“, die sehr viel positive Resonanz erhalten hatte. Bis 29. April läuft noch die Ausstellung „Ansichtssache – 200 Jahre Malerei in Kempten“ im Allgäu-Museum. Kassenwart Peter Baldauf erläuterte in seiner Präsentation, dass sich die Vereinseinnahmen (diese generieren sich in erster Linie aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Einnahmen aus den Kunstfahrten) 2017 auf 16.441 Euro beliefen. Hiervon ersteigerte der Verein u.a. Kunstwerke im Wert von 3.013,72 Euro. Darunter befanden sich der Plakatdruck „Wiener Märzen – Brauerei ‚Zur Stadt Hamburg‘ in Kempten“ aus dem Jahr 1930, ein römischer Goldring aus dem 2. Jh. n.Chr. sowie Werke von Helmuth Krusche, Franz-Xaver Unterseher und Josef Hengge. Seit der Gründung des Vereins im Jahr 1988 investierte dieser insgesamt 428.728,83 Euro in den Ankauf von insgesamt rund 2000 Kunstwerken. Einen großen Posten nahm im Vorjahr die professionelle Erstellung der Vereinswebsite www.fkm-kempten.de mit rund 8000 Euro ein.

Auch die Kemptener Museumsleiterin Dr. Christine Müller-Horn dankte den Vereinsmitgliedern für die gute Zusammenarbeit und „die vielen schönen Ausstellungen“. Sie stellte einige kommende Highlights aus dem Jahresprogramm 2018 der Kemptener Museen (Alpin-Museum, Kunsthalle, Erasmuskapelle, Allgäuer Burgenmuseum, Prunkräume der Residenz, Archäologischer Park, Allgäu-Museum) vor. Die letzte Saison des Allgäu-Museums bringe die Ausstellung „He, Fräulein!“ mit großem Rahmenprogramm. Am 3. und 4. November finde dann das Abschiedsfest für das Allgäu-Museum statt. Die Eröffnung des künftigen Stadtmuseums, in dem ein großer Teil der Exponate aus dem Allgäu-Museum eine neue Heimat finden soll, sei für Herbst 2019 geplant.

Gradmann beendete ihre Ausführungen mit dem Appell: „Bitte werben Sie neue Mitglieder! Ich selbst kann keine 20-Jährigen werben, weil ich keinen Kontakt zu ihnen habe. Aber bitte sprechen Sie in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis über uns.“ Der Verein, in dem sich hauptsächlich ältere Bürgerinnen und Bürger engagieren, solle auch in der Zukunft weiter bestehen, so ihr Wunsch.

Sabine Stodal

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