"Jedesmal eine Freude und Ehre"

Landtagspräsidentin Barbara Stamm (links) trägt sich vor den Augen von OB Dr. Ulrich Netzer ins Goldene Buch der Stadt Kempten ein.

Ein „Defizit im Goldenen Buch“ habe er festgestellt, begrüßte OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) am Donnerstag Landtagspräsidentin Barbara Stamm, die bereits „als Sozialministerin hier gewesen ist und sich nicht eingetragen hat“. „Das lag aber dann nicht an mir“, konterte diese fröhlich. Vergangene Woche war sie zur Verabschiedung des seit 1988 als 1. Vorsitzender der Kemptener Lebenshilfe und davor schon viele Jahre im Vorstand ehrenamtlich tätigen Klaus Meyer nach Kempten gekommen – diesmal ein Besuch mit Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Kempten.

Zur kleinen Feierstunde waren neben Vertretern der Stadtratsfraktionen, Jugend-, Schul- und Sozialreferent Benedikt Mayer, der Vorsitzende des Behindertenbeirats, Albrecht Hung, der scheidende Lebenshilfe-Vorsitzende sowie der Geschäftsführer der Kemptener Lebenshilfe, Alwin Hönicke, gekommen. Netzer hob den Weg Kemptens hervor, die Stadt „mit den Bürgern zu entwickeln“, was es freilich nicht immer ganz einfach sei. Die fünf strategischen Ziele seien nicht als „politische Prosa“ zu verstehen. Es sei immer schön, „wenn man wieder zu Freunden kommt“, freute sich Stamm über den erneuten Besuch in dieser „herausragenden“ Stadt. Als wichtigste Politik des 20. Jahrhunderts nannte sie die „Bildungspolitik“ und betonte, nachdem „ein Paket um die Bedürfnisse der Familien geschnürt“ worden sei, müsse jetzt eines für die älteren Menschen folgen und auf die demographischen Veränderungen eingegangen werden. Ein wichtiges Anliegen in der Arbeit mit behinderten Menschen war ihr die Inklusion, über die man viele politische Debatten führen könne, aber schlussendlich nur „wichtig ist, was wir tun für die Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen“. Nach eigenem Bekunden sei der Eintrag in ein Goldenes Buch „jedesmal eine Freude und Ehre“ für sie. Unter anderem schrieb sie: „Heimat gestalten ist eine Aufgabe, die viel Gemeinsamkeit erfordert und die uns Menschen verbindet“.

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