Jetzt ist der Bürger am Zug

5000 Kemptener – proportional nach Stadtbezirken ausgewählt – werden in dieser und kommender Woche Post von der Stadtverwaltung bekommen. Hintergrund ist eine Bürgerbefragung, die der Stadtrat am Donnerstagabend einstimmig beschlossen hat.

Mit der Befragung sollen umfassende Erkenntnisse über die Lebensbedingungen, die Einschätzungen zum Leben und der Angebotsstruktur der Stadt und vorhandene Probleme der Kemptener gewonnen werden, erläuterte Dr. Richard Schießl, Leiter des Amts für Wirtschaft und Stadtentwicklung, am Donnerstagabend. So sollen die ausgewählten Bürger anonym Angaben zu Alter, Geschlecht, Familienstadt, Bildung und Einkommen machen. Darüber hinaus sollen Fragen zu folgenden Schwerpunkten beantwortet werden: Mobilität, Wohnsituation und Wohnumgebung, Lebensbedingungen, Einkaufsverhalten, Nutzung öffentlicher Einrichtungen, Freizeitverhalten, Stadtverwaltung und Bürgerservice, Stadtpolitik, Klimaschutz und kommunale Aufgabenbereiche. Allerdings sei die Umfrage nicht geeignet, um zum Beispiel die von Stadtrat Michael Hofer (UB/ödp) befürchtete Politikverdrossenheit in Kempten zu hinterfragen. „Wir möchten ein feedback von der Bevölkerung“, betonte OB Dr. Ulrich Netzer (CSU). „Die Kemptener haben nun die Chance, dem Stadtrat einen Rücklauf zu geben.“

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