Jetzt kommt "Harl.e.kin"!

Dank Kooperation jetzt auch in Kempten Nachsorge für früh- und risikogeborene Kinder

+
Dr. Pehe, Nachsorgearzt Bunter Kreis – Nachsorge gGmbH Kempten; Koordinatorin Nadja Osterberger; Nidi Hubatsch von der Frühförderstelle Kinderhilfe Allgäu; Uschi Strodl, Nachsorgekinderkrankenschwester des Bunter Kreis; Barbara Fischer, Nachsorgekinderkrankenschwester des Bunter Kreis, Mirjam Schmid von der Frühförderstelle Kinderhilfe; Doris Leveringhaus, Nachsorgekinderkrankenschwester des Bunter Kreis Allgäu und Dr. Herbert Müller, Chefarzt der Kinderklinik für Kinderheilkunde, Jugendmedizin und Neonatologie im Klinikverbund Kempten.

Kempten – Sie sind noch winziger und zerbrechlicher als andere Neugeborene, die zu früh und unreif geborenen Babys. Jedes zehnte Kind gehört zu dieser Gruppe und so steht auch jede zehnte Familie unerwartet vor hohen Anforderungen und unvertrauten Aufgaben.

Da kommt die Harl.e.kin-Nachsorge für früh- und risikogeborene Kinder und ihre Familien ins Spiel.

Die Mitarbeiterinnen vom Bunten Kreis haben dieses neue Angebot am Klinikum Kempten nun vorgestellt und einen Einblick in ihr künftiges Arbeitsfeld gegeben. Die speziell für die ambulante Unterstützung der Familien ausgebildeten Kinderkrankenpflegerinnen sind dabei die wichtigsten Akteurinnen. Sie erleichtern den Übergang von der Klinik in den Alltag zu Hause, sind da bei Fragen zur Pflege des Kindes, etwa bei Problemen mit dem Füttern, Schlafen oder bei häufigem Schreien. Viele junge Eltern sind verunsichert und, einer bayernweiten Umfrage zufolge, überaus dankbar für fachkundige Beratung. Teamleiterin Gabriele Keßler brennt offenbar für das Projekt, das nun an den Start geht. Sie betonte bei der Einführung, dass die Eltern in der hoch emotionalen Zeit nach der Geburt eines Kindes mit besonderen Risiken auf einfühlsame und respektvolle Art unterstützt werden. Dabei kommt ein „Tandem“ aus einer meist bereits vertrauten Kinderkrankenpflegerin und einer Fachkraft für Frühförderung zum Einsatz.

Dr. Renate Berger, die die Harl.e.kin-Nachsorge in ganz Bayern koordiniert, hob hervor: „Viele der zu früh geborenen Kinder gehen einen ganz normalen gesunden Weg.“ Den Eltern Halt geben, sie beruhigen und ihre Kompetenz zu stärken, sei eine wunderbare, erfüllende Aufgabe.

Der Name „Harl.e.kin“ geht auf das Pilotprojekt an der Kinderklinik München Harlaching zurück: Harlaching-Eltern-Kind. Die Harl.e.kin-Nachsorge wird vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gefördert. Kooperationspartner dieses Nachsorgeprojekts sind der Bunte Kreis, die Kinderhilfe Allgäu als interdisziplinäre Frühförderstelle der Lebenshilfe, sowie der Klinikverbund Kempten-Oberallgäu. Das Unterstützungsangebot ist niedrigschwellig, flexibel, ressourcenorientiert, kostenlos und kennt keine Ausschlusskriterien. Die besten Voraussetzungen also für den Erfolg von Harl.e.Kin-Nachsorge auch in Kempten.

Elisabeth Brock

Auch interessant

Meistgelesen

Beim Jugendtheater Martinszell rettet Lilli uns – und die Farben
Beim Jugendtheater Martinszell rettet Lilli uns – und die Farben
M-net Georg Hieble Silvesterlauf: Gewinne zwei Freistartplätze und sei dabei!
M-net Georg Hieble Silvesterlauf: Gewinne zwei Freistartplätze und sei dabei!
Vivid Curls übertreffen in der Sankt-Georgs-Kirche alle Erwartungen
Vivid Curls übertreffen in der Sankt-Georgs-Kirche alle Erwartungen
Ärgernis am Rande eines Unfalls
Ärgernis am Rande eines Unfalls

Kommentare