Jugend-Kultur-Werkstatt ist im LEADER-Förderprogramm

Große Freude in Durach

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Mit dem LEADER-Förderbescheid für das Projekt „Jugend-Kultur-Werkstatt“ zauberte nicht nur die Sonne ein Lächeln ins Gesicht aller Beteiligten (v.li.): Der Vorsitzende der Regionalentwicklung Oberallgäu, Bürgermeister Theo Haslach aus Oy-Mittelberg, Durachs Bürgermeister Gerhard Hock, LEADER-Koordinator Ethelbert Babl, der Förderbescheidübergeber Dr. Alois Kling vom AELF Kempten, KulterBunt-Vorsitzende Brigitte Weixler, Architekt Bruno Tschuschke und die „Kulterer“ Robert Wirth, Ulrike Finkenzeller und Jürgen Kiechle.

Durach – Eine gute Nachricht für Durach, eine gute Nachricht für die Freunde der Kultur in der Oberallgäuer Gemeinde: in der LEADER-Förderperiode 2014-2020 ist das Projekt „Jugend-Kultur-Werkstatt-Durach“ des Vereins KulterBunt e.V. dabei. Somit ist auch die Zukunft des Vereins gesichert. Denn seit die als „Kulterer“ bekannten Kulturfreunde im April 2014 ihre Wirkungsstätte, die „Villa K“ auf dem Gelände der ehemaligen Orotextil GmbH, aufgeben mussten, hatte der Verein kein Zuhause mehr. Eine neue Perspektive für das Duracher Kulturleben eröffnete sich mit dem leerstehenden Gebäude der Schreinerei Herz nahe der Feuerwehr.

Gestern noch ein Luftschloss ohne Gewissheit auf Realisierung – heute konkretes Kulturprojekt mit gesicherter Finanzierung, gesicherter Infrastruktur und Vereinsmitgliedern, die nur darauf warten, dass sie loslegen dürfen. Einen wichtigen Meilenstein dafür, dass die Arbeiten bald beginnen können, überbrachte Dr. Alois Kling vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kempten (AELF) am vergangenen Donnerstag: Den Förderbescheid des LEADER-Programms.

Zur Übergabe begrüßte Durachs Bürgermeister Gerhard Hock neben dem Leiter des AELF Kempten, Dr. Kling, auch den LEADER-Koordinator Ethelbert Babl, den Vorsitzenden der Lokalen-Aktions-Gruppe (LAG) Regionalentwicklung Oberallgäu, Bürgermeister Theo Haslach aus Oy-Mittelberg und die Projektberaterin Julia Empter-Heerwart. Eine besondere Freude war es für Gerhard Hock mit der Vorsitzenden des Vereins Kulter Bunt e.V. Durach, Brigitte Weixler, und den anwesenden Kulterern auf die Übergabe des Förderbescheids anstoßen zu dürfen. Diese Zusage sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer „neuen Heimat für den Kulturverein“ so Hock.

Der LEADER-Koordinator Ethelbert Babl erläuterte, dass bei allen LEADER-Projekten drei entscheidende Kriterien geprüft werden: 1. Bürgerengagement, 2. Vernetzung des Projektes, 3. Nachhaltigkeit. Beim Projekt Jugend-Kultur-Werkstatt seien diese Voraussetzungen erfüllt: „Entsprechend dem bayerischen LEADER-Motto „Bürger gestalten ihre Heimat“ ist das ehrenamtliche Engagement des Vereins KulterBunt und die umfangreichen Eigenleistungen bei den Baumaßnahmen zu würdigen. Die Vernetzung mit weiteren lokalen Gruppen wird an der Zusammenarbeit mit der Grund- und Mittelschule, der Jugendsozialarbeit und der Katholischen Landjugend deutlich. Und beim Faktor Nachhaltigkeit setzen wir darauf, dass die Unterhaltskosten für den Kulturbetrieb über Aktivitäten und Veranstaltungen des Vereins erwirtschaftet werden.“

Über die anstehenden Investitionen informierte im Anschluss Dr. Alois Kling: „Die Kosten für den Umbau von Gebäude und Außenanlagen belaufen sich auf etwa 295.000 Euro. 140.000 Euro davon stellt die Europäische Union mit dem LEADER-Programm zur Verfügung.“

Begeistert von der Zusammenführung von Jugendsozialarbeit, Theater und Kultur zeigte sich der Vorsitzende der LAG, Theo Haslach. „Die Umnutzung einer bestehenden Bausubstanz, der Standort mitten im Dorf, Akzeptanz durch die Nachbarschaft und die geplante Integration von Asylbewerbern in das Projekt waren für uns als Entscheidungsgremium ausschlaggebende Fak-toren.“

Hocherfreut über die Förderzusage lud die Vereinsvorsitzende Brigitte Weixler zu einem Rundgang mit Architekt Bruno Tschuschke und Bauleiter Jürgen Kiechle durch die zukünftige Wirkungsstätte ein. Die Empore, die noch vor fünf Jahren dem Verladen von Fenstern diente, wird voraussichtlich Ende 2016, Anfang 2017 als Bühne für Musiker, Schauspieler und andere Künstler zur Verfügung stehen. „Am Höhenunterschied zwischen Saal und Bühne müssen wir aber noch was verändern“ erklärten die beiden „Kulterer“ Ulrike Finkenzeller und Robert Wirth. „Andernfalls dürfen die Schauspielerinnen und Musikerinnen auf der Bühne keine Röcke tragen.“

Michael Schropp

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