Kleiner Landeswettbewerb als Ersatz für reguläre Präsenz-Ausscheidungen 

»Jugend musiziert« in Kempten 

Hana Nicole Vogler überzeugte an der Klarinette.
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Hana Nicole Vogler überzeugte an der Klarinette.

Kempten – Am Dienstagabend fand im Schönen Saal der Sing- und Musikschule das Preisträgerkonzert eines „kleinen Landeswettbewerbs“ statt, den der bayerische Landesausschuss von „Jugend musiziert“ eingerichtet hatte. 

Coronabedingt konnte es in diesem Jahr keine Präsenzveranstaltungen für die Bundesausscheidung dieses renommiertesten Wettbewerbs für Nachwuchsmusiker in Deutschland geben. Stattdessen wurde im Frühjahr ein digitaler Videowettbewerb durchgeführt, bei dem sich die besten Bewerberinnen und Bewerber für den Bundeswettbewerb qualifizierten. Weil sich mittlerweile die Pandemiesituation entspannt, und um den Teilnehmern doch noch einen Hauch von Konzertatmosphäre zu bieten, wurde am vergangenen Wochenende ein sogenannter „kleiner Landeswettbewerb“ in der Sing- und Musikschule durchgeführt, bei dem einige dieser Teilnehmer ihre Interpretationen in einem nicht öffentlichen Rahmen den Juroren präsentieren konnten. Auch das Abschlusskonzert am Dienstag fand vor einem nicht öffentlichen, geladenen Publikum statt. Die musikalischen Darbietungen mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus unterschiedlichen Altersgruppen und aus ganz Bayern waren qualitativ erwartungsgemäß sehr hoch. Die Instrumentalfächer reichten von einem Trompetenkonzert (von J.G.B. Neruda) über ein Solo-Violinstück (von J.S.
Bach) bis zu einem Scherzo für vierhändiges Klavier (von Franz Schubert). Besonders gefielen Kilian Brandscherdt, der mit Johanna Klocke am Klavier Lieder von Benjamin Britten und Robert Schumann sang, Felix Vogt an der Gitarre, der zeitgenössische Musik von Nikita Koshkin spielte, und die erst zehnjährige Hana Nicole Vogler, die mit ihrer Klarinette bereits eine erstaunliche Präsenz auf der Bühne zeigte.

Die Sonderpreisträgerinnen und -preisträger mit Wolfgang Graef (li., 1. Vorsitzender Landesausschuss „Jugend musiziert“), Dr. Ingo Krüger (Mitte) von der Sparkassenstiftung und Verena Metzger (re.) von der Versicherungskammer Kulturstiftung.

Zwischen den Vorträgen wurden Sonderpreise des Bayerischen Sparkassenverbandes und der Versicherungskammer Kulturstiftung an die jeweiligen Gewinner in Form einer Urkunde und einer Geldprämie verliehen. Dr. Ingo Krüger von der Sparkassenstiftung und Verena Metzger von der Versicherungskammer Kulturstiftung waren die Laudatoren. Eingebettet in die Vorträge waren Grußbotschaften des 1. Vorsitzenden des Landesausschusses „Jugend musiziert“ Wolfgang Graef und – per Videoclip auf eine Leinwand auf der Bühne projiziert – des Bayerischen Staatsministers für Wissenschaft und Kunst, Bernd Sibler. Graef hob besonders die Verdienste des ebenfalls anwesenden Geschäftsführers von „Jugend musiziert“ Bayern, Andreas Burger, für die Ausrichtung des Wettbewerbs hervor; Sibler war es wichtig, zu betonen, dass die Zuschüsse der Staatsregierung für den Wettbewerb gesichert seien. Ebenso wie OB Thomas Kiechle, der zum Schluss auf die Bühne gebeten wurde, betonten alle die Wichtigkeit von musikalischer Übung und deren Förderung auch in schwierigen Zeiten wie diesen.

Jürgen Kus

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