Wichtige Arbeit

Erfolgreiche Projekte, maue Finanzen

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SJR-Vorsitzender Stefan Keppeler kann den Mitgliedern und Gästen bei der Frühjahrsvollversammlung Anfang der Woche viel Positives berichten.

Kempten – Dass unter dem „bunten Blumenstrauß an Gästen“ der neue OB Thomas Kiechle, die Jugendbeauftragte des Bezirkstags Renate Deniffel oder MdL Dr. Paul Wengert als Vertreter der Politik ihr Interesse am Kemptener Stadtjugendring (SJR) bekundeten, freute Vorsitzenden Stefan Keppeler besonders.

Stefan Keppeler besonders. Umso zielgerichteter erschien sein Hinweis, dass „uns die Wahlprüfsteine während der nächsten sechs Jahre begleiten werden.“

Sieben Punkte seien bereits vollständig umgesetzt worden, weitere sieben derzeit in Vorbereitung. Als „sehr wichtig“ bezeichnete er die Fraktionsge- spräche vor den Wahlen, die zum gegenseitigen besseren Verständnis fortgeführt werden sollen.

Gold werte Jugendarbeit

Wie Kiechle offenbarte, habe ihn die Jugendarbeit schon sein ganzes Leben lang begleitet und „einfach Spaß gemacht“. Alles was in der Jugendarbeit geleistet werde, „ist später Gold wert“, weil dadurch „größere Schäden von der Gesellschaft“ abgewendet würden, zeigte er sich überzeugt. Die Arbeit des SJR leiste, so Kiechle weiter, viele wichtige Dinge, „um ein junges Leben auch gelingen zu lassen“.

Angesichts der Fülle an Aktivitäten, die der SJR im vergangenen Jahr einmal mehr auf die Beine gestellt hat, reichte es auch bei der Frühjahrsvollversammlung 2014 nur für einen Streifzug durch die im gedruckten Jahresbericht 2013 behandelten Themen. SJR-Vorstand Bernd Fischer streifte dennoch zahlreiche Projekte.

Zum Beispiel die vertiefte Berufsorientierung, die durch verschiedene Angebote für die vier Kemptener Mittelschulen unter anderem die berufliche Bildungskompetenz verbessern soll. Oder das seit 2013 sendende Jugendradio „Jugendwelle Kempten“ (zu hören bislang nur im Internet unter www.jugendwelle-kempten.de), das durch die redaktionelle Arbeit unter anderem die Sprachkompetenz fördere. „Nicht jedem gefallen“ habe die sexuelle Bildung im Rahmen von „Leben statt Schweben“, räumte Fischer ein. „Aber wir haben festgestellt, dass man sexuelle Bildung nicht ausschließlich den neuen Medien überlassen sollte.“ Für ein „sehr wichtiges“ Projekt erachtete er die intensive Wegbegleitung für Jugendliche, „die man sonst nicht mehr erreichen würde“, durch das Projekt „Arbeitsbrücke“. Er bedauerte, dass die Jugendverbandsarbeit wegen „schwerer Erkrankung“ der zuständigen Mitarbeiterin derzeit ziemlich ruhe, konnte aber für September dieses Jahres eine Fortführung in neuer Besetzung ankündigen. Erfreut zeigte sich Fischer auch über die Entwicklung des Jugendzeltplatzes in Rothkreuz, auf dem im Rahmen einer pädagogischen Maßnahme der Agnes-Wyssach-Schule eine neue Hütte gebaut wurde. 1925 Übernachtungen, 528 Personen, 72 Belegungstage, 17 verschiedene Gruppen, davon zehn aus Kempten, nannte er einige Zahlen.

Der Topf ist leer

Weniger positiv stellten sich allerdings die Zahlen des Zuschusstopfes dar, „der ist leer und das ist blöd“, stellte er ohne Umschweife fest, was SJR-Geschäftsführer Alexander Haag in seinem Kassensturz auch nachvollziehbar untermauerte. Aber zuvor durften alle Anwesenden aufstehen und der Sitznachbarin, respektive dem Sitznachbarn, im Wechsel den Nacken kurz massieren. Ob OB Kiechle dadurch vielleicht sanft auf den Wunsch eingestimmt werden sollte, das Finanzloch mit städtischen Geldern ein bisschen zu stopfen? Das wird wohl ein Geheimnis bleiben. Jedenfalls ging Haag davon aus, „dass wir heuer in den Nachtragshaushalt gehen.“ Drittmittelakquise sei im Übrigen insgesamt sehr wichtig, „damit man auch mal was ausprobieren und experimentieren kann“. Schließlich wisse man nicht immer vorher schon, ob etwas funktioniert. Um den Topf für „Plan B“ – ein Projekt das sozial benachteiligte Kinder finanziell unterstützt, um ihnen die Teilnahme an SJR-Projekten zu ermöglichen – für 2014 nicht komplett dicht machen zu müssen, beschloss die Versammlung noch 3000 Euro aus Rücklagen einzustellen.

Neu in den Stadtjugendring aufgenommen wurde das Kolpingjugendtheater „Bühnentaucher e.V.“, für das zwei seiner Mitglieder zuvor in Form eines kurzen Bühnendialogs geworben hatten.

Christine Tröger

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