40 Teilnehmer

Hohe Qualitätsmerkmale

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Beim Praxisteil am Feuerwehrfahrzeug der Feuerwehr Lauben-Heising können sich die Jugendwarte Geräte und Schutzausrüstungen anschauen.

Lauben/Landkreis – Der Schutz und die Sicherheit der Jugendlichen in den 52 Jugendfeuerwehren des Landkreises Oberallgäu stand jetzt auf der diesjährigen Winterschulung der Jugendwarte und Ausbilder im Mittelpunkt.

Rund 40 Jugendwarte und Ausbilder durfte 2. Bürgermeisterin Heidi Prestel-Thommel im Feuerwehrhaus Lauben-Heising begrüßen. Besonders lobte sie die Bereitschaft der Jugendwarte sich zusätzlich zum „normalen“ Feuerwehrdienst in der Jugendarbeit fortzubilden: „Ich ziehe den Hut vor euch für das große Engagement“. Zum Auftakt der Fortbildung stellte Bernward Lingemann, Leiter des Kreisjugendamtes Oberallgäu, die neue rechtliche Situation zur Einsichtnahme in das erweiterte Führungszeugnis von den in der freien Jugendarbeit tätigen Personen und Ehrenamtlichen vor. Mit der Einsichtnahme in des Führungszeugnisses wird nun regelmäßig überprüft, ob der jeweilige Jugendbetreuer in der Vergangenheit Straftaten durch Missbrauch oder Verstöße gegen die Fürsorgepflicht von Kindern und Jugendlichen begangen hat. „Gegenüber den Eltern, die euch Jugendwarte ihre Kinder ja anvertrauen, habt ihr durch die Überprüfung der Einträge ein weiteres Qualitätsmerkmal für eure hohe Qualifikation“, warb Bernward Lingemann für die neue Rechtssituation des Bundeskinderschutzgesetzes. 

Vereinbarung in Arbeit 

Derzeit ist der Landkreis Oberallgäu als Träger der öffentlichen Jugendhilfe dabei, die gesetzlich geforderte Vereinbarung mit den Trägern der freien Jugendhilfe, also den Vereinen, zu formulieren. Zusammen mit den Gemeinden soll ein Verfahren zur unkomplizierten Abwicklung der gesetzlich vorgeschriebenen Überprüfung entworfen werden. Die Funktionsweise und Möglichkeiten eines erweiterten Feuerwehr-Informationssystem (EFIS) des Kreisfeuerwehrverbandes Oberallgäu erklärte Sebastian Scheuerl von der Feuer- wehr Obermaiselstein. 

Durch die Auswertung des Alarmfaxes der alarmierenden Leitseile Allgäu können die Feuerwehrkameraden per SMS zu einem Einsatz zusätzlich zum Funkmeldeempfänger informiert werden. Das System soll sogar zukünftig noch erweiterbar sein und so könne zum Beispiel die Anfahrtsroute oder die Hydranten des Einsatzortes digital auf dem Smartphone eines Feuerwehrdienstleistenden angezeigt werden. „Gerade bei überörtlichen Einsätzen außerhalb des eigenen Ausrückebereiches kann dies ein unschätzbarer Vorteil für die Einsatzkräfte sein“, so Scheuerl, „da man nicht immer die Ortskenntnis im Nachbarort haben könne.“ 

Um den Schutz und die Sicherheit der Jugendlichen in den Feuerwehrfahrzeugen ging es im dritten Thema der Winterschulung. „Auch in Löschfahrzeugen der Feuerwehr gilt die allgemeine Anschnallpflicht“, so Kreisjugendwart Florian Speigl. Immer wieder kommt es auch bei Einsatz- und Übungsfahrten zu schweren Unfällen, wie im vergangen Jahr auf der B19 bei Immenstadt. Schwere Verletzungen oder sogar tödliche Unfälle sind oft die Folge, wenn man nicht angeschnallt unterwegs ist. Immer Anschnallen gilt also auch in Feuerwehrfahrzeugen, warb der Kreisjugendwart für mehr Sicherheit. 

"Überlegt vorgehen" 

Der Kommandant der Feuerwehr Lauben-Heising, Wolfgang Mildenberger, berichtete im letzten Teil der Schulung über die zu bewältigenden Herausforderung beim Feuerwehreinsatz in kältetechnischen Anlagen. Mit der Käserei Champignon befindet sich im Ausrückebereich der 54-köpfigen Wehr eine große Industrieanlage mit zahlreichen Kälteerzeugungsmaschinen und den damit vorhandenen hohen Kältmittelmengen. Aber auch in fast allen neuen Kraftfahrzeugen werden Klimanlagen inzwischen verbaut oder es befinden sich Wärmepumpen zur Energiegewinnung zunehmend in Häusern und Hotels. 

Die Feuerwehr muss also immer irgendwo mit kältetechnischen Anlagen rechnen. „Ruhig und überlegt vorgehen und die eigene Sicherheit beachten“, sei hier besonders wichtig, betonte Mildenberger, „aber mit den Spezialkräften der Anlage oder Sachverständigen kann ein Schadensereignis gut bewältigt werden.“ Welche Geräte und Schutzausrüstungen dabei die Laubener Feuerwehr einsetzt, konn- ten die Jugendwarte abschließend selbst im Feuerwehrhof am neuen Löschfahrzeug in die Hand nehmen.

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