"Ohne euch geht’s nicht!"

Im Jugendforum sprudeln die Ideen zum Thema Teilhabe

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Diesen beiden Mädchen fehlt es nicht an Ideen und Vorschlägen.

Kempten – Wenn Oberbürgermeister und Stadtverwaltung zum jährlichen Treff der Klassensprecherinnen und Klassensprecher ins Jugendhaus einladen, füllen sich die Flipcharts schnell mit Ideen.

Der Saal wird voll. Die jungen Leute legen ihre Smartphones beiseite, greifen zu den Filzstiften und alsbald sind die drei Papiertafeln vollgeschrieben mit Ideen, Vorschlägen und Kritikpunkten –„Partizipation“ heißt das Schlagwort der Veranstaltung.

Vorab bekommen die Schüler und Schülerinnen einen „Grundkurs Stadtverwaltung“: Viele Infos über die Aufgaben der einzelnen Ämter und besonders der für Kinder und Jugendliche zuständigen Stellen.

Man glaubt Oberbürgermeister Thomas Kiechle, wenn er versichert, dass er sich zusammen mit den Fachleuten viele Gedanken macht, wie die Stadt für die Bedürfnisse der unterschiedlichen Generationen reagieren kann. Er weiß das Engagement und das Interesse der Jugendlichen auch an gesamtgesellschaftlichen Themen zu schätzen und versichert ihnen: „Ohne euch geht’s nicht!“

Auf den Blättern der Stellwände ist ein Potpourri an Wünschen versammelt, die zu erfüllen mal mehr mal weniger einfach sein dürfte. Eine Schule möchte längere Öffnungszeiten im Jugendzentraum Sankt Mang, eine andere mehr politische Bildung vor den Landtagswahlen, die dritte allen zugängliches WLAN, um selbstständig arbeiten zu können. Hier werden Basketballkörbe vermisst, dort braucht die Aktion „Sag‘ NEIN zu Mobbing“ mehr Unterstützung, hier fehlt ein Mülleimer, dort stört einer. Ungelöst seit dem letzten Jahr ist die Parkplatzmisere am Berufsschulzentrum, aber auch ein lobendes „Alles isch guat!“ findet sich unter den Notizen.

„Meldet euch einfach bei mir!“, lädt Jugendpflegerin Alina Alltag die Jugendlichen ein. Bei ihr erfährt man auch, was genau zu tun ist, wenn pauschale Zuschüsse für eigenständig organisierte Schulprojekte gebraucht werden.

Nach zwei Stunden – die Salzstangen und Kaubonbons auf den Stehtischen sind weggeputzt – können OB und Verwaltungsleute einen mit Arbeit randvoll gefüllten Korb nachhausenehmen. Sie wollen die Themen zusammenfassen, an die richtigen Stellen weiterleiten und in zeitlich überschaubarem Rahmen anpacken.

Jugendpflegerin Alina Alltag ist unter der Nummer 2525-630 telefonisch zu erreichen und in ihrem Büro im sog. „Sozialen Rathaus“, Gerberstraße 2, auch spontan zu sprechen.

Elisabeth Brock

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